Bäume für die Zukunft: Gmunden pflanzt klimaresiliente Hoffnung auf dem Schulhof
Heute ist der 15.10.2026 und die frische Herbstluft in Gmunden ist spürbar. Ein besonderes Ereignis fand im Schulhof der Volksschule Bad Goisern statt, das den Kindern einen schattigen Platz bieten soll. Die Initiatorin, Traudi Glas, sowie Schulreferent Johannes Leitner, Direktorin Beate Laimer und KLAR!-Managerin Alexandra Mayr waren vor Ort, um zwei neue Bäumchen – einen Ahorn und eine Blutpflaume – zu pflanzen. Diese Bäume sollen nicht nur den Schulhof aufwerten, sondern auch als Rückzugsort für die Kinder dienen.
Im Sommer 2026 hat sich gezeigt, wie stark die Hitze und Trockenheit die Bäume im Salzkammergut belastet haben. Umso wichtiger ist es, hitze- und trockenheitsresistente Baumarten auszuwählen. Diese neuen Bäumchen werden mit Wassersäcken ausgestattet, die beim Anwachsen helfen sollen. Zudem finanziert das KLAR! Inneres Salzkammergut auch Bäume für das Strandbad in Untersee und Obertraun – mehr Schatten für die Badegäste ist also auch hier das Ziel.
Die Bedeutung von klimaresilienten Bäumen
Die Auswahl der richtigen Baumarten ist entscheidend. Der dreispitzige Ahorn (Acer buergerianum) und der Feldahorn (Acer campestre) sind nur einige von vielen klimaresilienten Arten, die in unseren Breiten wachsen können. Auch der Kalabrische Ahorn (Acer cappadocicum) und der Französische Ahorn (Acer monspessulanum) sind interessante Optionen. Mit diesen Arten wird der Schulhof nicht nur schöner, sondern auch robuster gegen die klimatischen Herausforderungen der Zukunft.
Ein weiteres spannendes Projekt in der Region ist die Versuchsallee an der Zufahrt zum RHV Hallstättersee, wo Pagoden-Schnurbaum und Zürgelbaum gepflanzt wurden. Diese Bäume scheinen gut mit den extremen Bedingungen zurechtzukommen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sie die Winterbedingungen meistern werden. Eine spannende Sache, die wir im Auge behalten sollten!
Mobilität und Stadtentwicklung im Einklang mit der Natur
Während wir über die Bäume sprechen, ist es wichtig, auch die Mobilität in unseren Städten nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Thema, das mehr und mehr in den Fokus rückt. Die Mobilitätswende ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein umfassender Wandel in der Stadt- und Regionalentwicklung. Hierbei wird soziale, ökologische und ökonomische Gerechtigkeit großgeschrieben. Mobilität muss für alle zugänglich sein, und auch dabei spielt die Stadtbegrünung eine entscheidende Rolle.
Es ist spannend zu sehen, wie die Planung einer Stadt als Ausgleichsfaktor fungieren kann, um Interessen und Bedürfnisse der Anwohner zusammenzubringen. Neben den Bäumen im Schulhof müssen wir auch an die Mobilität in der Region denken. Es ist eine Herausforderung, die verschiedenen Aspekte in Einklang zu bringen, doch mit dem richtigen Mut und Fachwissen lässt sich viel erreichen.
Schließlich ist es die Gemeinschaft, die zählt. Die Mobilitätswende und die Schaffung von lebenswerten Räumen erfordern das Engagement von allen Akteuren. So können wir eine Zukunft gestalten, die nicht nur grün ist, sondern auch gerecht und zugänglich für alle.
