Am Sonntag, beim Feuerwehr-Frühschoppen, wurde ein spannendes Projekt vorgestellt, das die Gemeinde Goldwörth auf eine neue Stufe der Krisenbewältigung hebt. Die Initiative „Goldwörth ist vorbereitet“ zielt darauf ab, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sowie die essenzielle Infrastruktur der Gemeinde, vor allem während längerer Stromausfälle, zu gewährleisten. Bürgermeister Thomas Prihoda erläuterte, dass der Anstoß für diese Maßnahmen nach einem Unwettereinsatz im Sommer 2025 kam. Da wurde ihm bewusst, wie anfällig die Alarmierung der Feuerwehr in solchen Situationen ist, wenn der Strom ausfällt.
„Wir sind abhängig von einer funktionierenden Stromversorgung,“ stellte Prihoda fest, und sprach damit eine wichtige Herausforderung an: Wie alarmiert man die Feuerwehr, kommuniziert man mit der Bevölkerung und informiert sie, wenn der Strom weg ist? Die Gemeinde erkannte den Handlungsbedarf schnell und begann, geeignete Maßnahmen zu planen. Im Rahmen des Projekts wurde ein Notstromaggregat angeschafft, und ein neues Energiemanagementsystem implementiert, das sicherstellt, dass wichtige Bereiche wie Einsatzleitung, Kommunikation und Heizung auch bei Stromausfällen funktionsfähig bleiben.
Gemeinschaftliches Engagement für die Sicherheit
Der Bürgermeister dankte dem Gemeinderat für die einstimmige Unterstützung des Projekts und der Feuerwehr Goldwörth, die bei der Planung und Begleitung tatkräftig mitwirkte. Auch zahlreiche andere Unterstützer sind an Bord, darunter die HTL Paul Hahn, die Firma JOBAtech, die Firma Wolfmair sowie Vertreter von Polizei und OÖ Zivilschutz. Prihoda unterstrich, dass die Sicherheit der Gemeinde im Mittelpunkt steht und dass das Projekt das Ergebnis einer bemerkenswerten Zusammenarbeit vieler Beteiligter ist. So wird deutlich, dass in Krisenzeiten nicht nur die Feuerwehr, sondern die gesamte Gemeinschaft gefragt ist.
Ähnlich verhält es sich auch im hessischen Lorch, wo die Freiwilligen Feuerwehren ebenfalls auf eine neue Notstromversorgung setzen. Innenstaatssekretär Martin Rößler dankte den Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz. Hier wird die Notstromversorgung als sinnvolle Investition in die Brandschutz-Infrastruktur und die Sicherheit der Menschen betrachtet. Neben dem Aufbau von Führungsstäben und Notrufmeldestellen wird auch die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für die Gefahrenabwehr hervorgehoben. Trotz angespannter Haushaltslage unterstützt die hessische Landesregierung diese Maßnahmen, um den Brand- und Katastrophenschutz zu stärken.
Neue Technologien und Herausforderungen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zudem einen aktualisierten Notstromleitfaden veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit der VDE Normungsorganisation DKE wurde der Leitfaden überarbeitet, um die Notstromversorgung durch innovative Technologien wie Brennstoffzellen und Batteriespeicher zu verbessern. Angesichts der wachsenden Anforderungen durch E-Mobilität, Digitalisierung und den Klimawandel wird die Notwendigkeit einer zuverlässigen Stromversorgung immer größer. Der Leitfaden bietet hilfreiche Tipps für Unternehmen und Behörden, um die Notstromversorgung aufrechtzuerhalten und Schwachstellen zu identifizieren.
Ein wichtiges Element dabei ist, dass Treibstoff für mindestens 72 Stunden gelagert werden sollte – denn man weiß ja nie, was kommt. Inselnetze, die unabhängig vom Hauptstromnetz operieren können, erweisen sich im Katastrophenfall als äußerst nützlich. Das BBK, das für den zivilen Bevölkerungsschutz in Deutschland zuständig ist, zeigt, dass man auf solche Herausforderungen vorbereitet sein muss. Die Notwendigkeit, die eigene Infrastruktur zu sichern und auf Krisensituationen zu reagieren, wird immer klarer.
