Heute, am 26. September 2026, fand im beeindruckenden Stift Rein eine Buchpräsentation statt, die nicht nur literarische Höhepunkte bot, sondern auch eine Reise durch die lokale Geschichte. Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher an, die gespannt darauf waren, mehr über die Region und ihre Geschichten zu erfahren.

Präsentiert wurden zwei ganz unterschiedliche Werke: „Rund um Graz“ von Gottfried Mühlbacher und „Bäuerin Mary“ von Maria König. Prior Pater Martin Höfler eröffnete die Veranstaltung mit einem interessanten Rückblick auf die fast 900-jährige Geschichte des Klosters, das mit seinen barocken und romanischen Elementen ein wahres Schmuckstück der Region ist.

Geschichten von Gestern und Heute

„Rund um Graz“ ist ein visuelles Fest, das historische Fotos bietet, die Mühlbacher in Archiven und Haushalten aufspürte. Diese Bilder zeigen unter anderem den Schlosshof von Waldstein und das erste Puch-Schammerl im Stübinggraben – ein echtes Stück Heimatgeschichte! Da wird einem plötzlich bewusst, wie viel Geschichte in den kleinen, oft übersehenen Details steckt.

Im Kontrast dazu steht „Bäuerin Mary“, das die Geschichte des Bauernhofs König in Gratwein-Straßengel erzählt. Es thematisiert das harte Leben in der Landwirtschaft, die Traditionen, die über Generationen weitergegeben wurden, und die Veränderungen, die diese Branche geprägt haben. Bürgermeisterin Doris Dirnberger hob hervor, wie wichtig solche Bücher sind, um die Geschichten der Region lebendig zu halten. Und das stimmt, denn ohne diese Erzählungen würden viele Facetten der Vergangenheit im Nebel der Zeit verschwinden.

Ein Ort mit Geschichte

Das Stift Rein selbst ist ein Ort voller Geschichten. Gegründet im Jahr 1130, hat es eine wechselvolle Geschichte durchlebt, die bis in die romanische Zeit zurückreicht. Die Weihe der ursprünglichen Basilika fand 1140 statt, und im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut. Besonders die Barockisierung zwischen 1738 und 1747 durch Johann Georg Stengg hat prägende Spuren hinterlassen. Die beeindruckenden Wandmalereien von Joseph Adam von Mölk aus dem Jahr 1766 und der prachtvolle Hochaltar von 1768 sind nur einige der Highlights, die Besucher in ihren Bann ziehen.

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Die Kirche selbst ist ein architektonisches Meisterwerk, das mit seinen 57 Metern Länge und 19 Metern Breite beeindruckt. Hier sind nur noch die Umfassungsmauern und der Chorraum erhalten, was die Baugeschichte noch spannender macht. Auch die kunstvollen Kapellen und die gotische Wehrmauer erzählen von der reichen Geschichte des Klosters, das nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft war.

Klosterleben und Kulturgeschichte

Die Verbindung zwischen Klosterleben und gesellschaftlicher Entwicklung ist nicht zu unterschätzen. Die Tagungsreihe „Fachtage Klosterkultur“ zeigt, wie eng die Wurzeln der heutigen Kultur und Wissenschaft mit dem Leben in Klöstern verbunden sind. Diese Veranstaltungen, die alle zwei Jahre an verschiedenen Standorten stattfinden, beschäftigen sich mit der klösterlichen Kulturgeschichte und deren Einfluss auf die Gegenwart. Es ist spannend zu sehen, wie Themen wie Klostergärten und Musik im Kloster die Teilnehmer immer wieder fesseln.

So bleibt das Stift Rein nicht nur ein Ort für literarische Veranstaltungen, sondern auch ein lebendiger Teil unserer Kulturgeschichte, der die Menschen dazu anregt, ihre Wurzeln zu erkunden und zu bewahren. Die Buchpräsentation heute war nur ein kleiner Teil dieser großen Erzählung, aber sie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, die Geschichten der Region zu erzählen und lebendig zu halten.