Heute ist der 9.10.2026 und in der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel tut sich einiges. Die Gemeinde hat sich um das Projekt „Zukunftsfitter Campus“ beworben, das im Rahmen der Ausschreibung „TIKS 2026“ (BMIMI und Klima- und Energiefonds) ins Leben gerufen wurde. Das Ziel? Eine energieeffiziente Modernisierung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in der Schulgasse, darunter die Volksschule, Musikschule, Nachmittagsbetreuung, Kindergarten und das Jugendzentrum. Bürgermeisterin Doris Dirnberger hebt hervor, wie wichtig diese Maßnahmen für die kommenden Generationen sind. Es ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch des Klimaschutzes!

Die geplanten Maßnahmen sind vielfältig: von thermischer Sanierung über die Installation von Photovoltaikanlagen, bis hin zu Begrünung, Entsiegelung und Regenwassernutzung. Das klingt alles nach einem echten Schritt in die richtige Richtung, um die Gemeinde als Pionierstadt für Klimaneutralität zu positionieren. “Wir müssen jetzt handeln, damit wir unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft bieten können”, sagt Dirnberger und man merkt, dass ihr diese Vision am Herzen liegt.

Hochwasserschutz als zentrales Anliegen

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Projektes ist der Hochwasserschutz im Bereich der Oberen Schirning. Der Gemeinderat hat einen Dienstbarkeitsvertrag mit den Grundeigentümern beschlossen, der der Gemeinde die notwendigen Rechte zur Errichtung und Instandhaltung eines Hochwasserfangdammes sichert. Das ist besonders wichtig, denn die Landwirtschaft auf den Flächen bleibt weitgehend unberührt. Die Bauarbeiten für das Hochwasserschutzprojekt sollen im Frühjahr 2027 beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Das ist ein wesentlicher Meilenstein für die Gemeinde!

Ein großes Lob geht auch an die Mitglieder des Gemeinderats. Am 24.09.2026 wurde das räumliche Leitbild einstimmig beschlossen, nachdem Anpassungen aufgrund von Beanstandungen durch das Land Steiermark vorgenommen wurden. Man hofft nun auf eine positive Genehmigung des Leitbildes, um das Landschaftsbild der Gemeinde nachhaltig zu verbessern. “Die Zusammenarbeit im Gemeinderat ist einfach hervorragend”, betont Dirnberger – da merkt man richtig, wie sehr ihr die Gemeinschaft am Herzen liegt.

Ein Beitrag zur Klimaneutralität

Der Fokus auf nachhaltige Stadtentwicklung ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern hat auch einen breiteren Kontext. Städte machen nur 3 % der Landfläche aus, verursachen aber über 70 % der Treibhausgasemissionen. Klimaneutralität in urbanen Gebieten ist also entscheidend für den Klimaschutz. Innovative Konzepte und Technologien, wie die in Gratwein-Straßengel geplanten, sind ein Teil der Lösung. Erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilitätskonzepte sind dringend notwendig, um die Emissionen zu reduzieren.

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Bürgerengagement spielt eine große Rolle. Man sieht es in vielen Städten, wo Initiativen wie Urban Gardening oder gemeinschaftliche Energieprojekte das Umweltbewusstsein stärken. In Göttingen haben Bürger beispielsweise aktiv an Zielsetzungen für Treibhausgasreduktionen mitgewirkt. Das zeigt, dass Klimaschutz nicht nur eine Aufgabe für die Politik ist, sondern auch für uns alle.

Die EU unterstützt Städte dabei, klimaneutrale Lösungen zu entwickeln. Bis 2030 sollen 100 klimaneutrale Städte entstehen. Auch in Graz-Umgebung wird an dieser Vision gearbeitet. Gratwein-Straßengel ist dabei, sich als Vorreiter zu positionieren. Mit Projekten wie dem „Zukunftsfitter Campus“ und dem Hochwasserschutz wird ein klarer Weg in die Zukunft eingeschlagen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Ideen entwickeln und welche positiven Effekte sie auf die Gemeinde und die Umwelt haben werden.