20 Jahre Sturm: Rückblick auf den Kampf und die Auferstehung des SK Sturm Graz
Am 2. Oktober 2026 wird in der Sportsbar Graz ein ganz besonderer Abend gefeiert: Der vierte Sturmhistorische Themenabend widmet sich den letzten 20 Jahren des SK Sturm und dem Zwangsausgleich, der den Verein 2007 durch schwere Zeiten manövrierte. Benjamin Sikora, der das Event organisiert hat, wird durch den Abend führen, gemeinsam mit Patrick Weißenbacher. Unter den Gästen sind prominente Namen wie Mario Kienzl, Alexander Stangl und Präsident Christian Jauk.
Es ist schon eine emotionale Rückschau, die hier auf das turbulente Jahr 2006 geworfen wird. Damals hatte der SK Sturm massive finanzielle Probleme, die schließlich zur Zahlungsunfähigkeit führten. Am 23. Oktober 2006 stellte der Verein einen Konkursantrag. Hannes Kartnig, der Präsident zu dieser Zeit, trat zurück und viele Gönner und Investoren halfen, den Klub zu retten. Es war eine Zeit voller Unsicherheit und Dramatik, auch für die treuen Fans. Mario Kienzl, der von 2002 bis 2011 für Sturm spielte, erinnert sich gut an die schwierigen Jahre nach Ivica Osim. Er schildert die Herausforderungen, vor denen der Verein stand, und die Bedeutung der jungen Spieler, die schließlich den Weg zurück zu Erfolgen ebneten. Der Cupsieg 2010 und der Meistertitel 2011 sind Meilensteine, auf die alle stolz zurückblicken.
Ein Blick in die Vergangenheit
Alexander Stangl wird an diesem Abend auch über die Perspektive der Fans sprechen, die während dieser Zeit oft im Protest gegen die Vereinsführung auf die Straße gingen. Die Gründung der sogenannten Rettergruppe, die sich für den Fortbestand des SK Sturm einsetzte, war ein entscheidender Moment. Menschen wie Hans Fedl, Hans Rinner und Christian Jauk trugen maßgeblich dazu bei, dass der Verein nicht unterging. Der Zwangsausgleich wurde am 25. Januar 2007 angenommen, mit einer Quote von 20 Prozent. Hans Rinner prägte damals den Satz „Sturm Graz ist frei“ – ein Symbol für den Neustart und die Hoffnung auf bessere Zeiten.
Die finanzielle Situation des Vereins wird auch von Christian Jauk angesprochen, der die Schulden in Höhe von 11,54 Millionen Euro im Dezember 2006 thematisiert. Es war ein Kampf, und die Rettung des Vereins war nur durch den unermüdlichen Einsatz vieler Menschen möglich. Der Rechtsanwalt Dr. Michael Drexel, der damals als Sturm-Jurist tätig war, wird seine persönlichen Gedanken zum Abschluss des Abends teilen und damit den emotionalen Rückblick abrunden.
Ein Abend für die Fans
Für die Fans ist dieser Abend ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur wegen der Erinnerungen, sondern auch wegen der Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen des Vereins zu hören. Benjamin Sikora betont, dass der SK Sturm aus der Krise gelernt hat und heute wirtschaftlicher plant. Einlass ist um 18:30 Uhr, der Beginn um 19:09 Uhr und die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden. Die Ticketpreise sind mit €24,50 (Mitglieder zahlen nur €19,09) durchaus fair, und der Reinerlös geht an die Initiative „Schwarze hilft“.
In einer Zeit, in der Fußball für viele mehr ist als nur ein Spiel, wird die Rückschau auf die bewegte Geschichte des SK Sturm auch die soziale Inklusion und Exklusion thematisieren, die im Fußball eine bedeutende Rolle spielen. Der Sport hat sich über die Jahre als Massenphänomen etabliert und ist aus Österreich nicht mehr wegzudenken. Der Fußball ist nicht nur ein Spiel, sondern auch ein Stück Identität und Gemeinschaft – ein Thema, das sicherlich auch an diesem Abend aufkommt.
