Heute ist der 24.09.2026, und das Thema, über das wir sprechen wollen, betrifft uns alle: die Entsorgung von Speiseöl. Ein leidiges Thema, das oft im Alltag vergessen wird, aber wir sollten alle einen Blick darauf werfen. Denn jährlich fallen in steirischen Haushalten große Mengen an gebrauchtem Speiseöl und -fett an. Die Graz Wasserwirtschaft hat nun eine Informationskampagne gestartet, die unter dem Motto „Kein Altspeiseöl in WC und Abfluss“ auf die Probleme hinweist, die durch unsachgemäße Entsorgung entstehen.

Es ist alarmierend, aber zwei Drittel des gebrauchten Speiseöls werden nicht fachgerecht entsorgt. Stattdessen landen sie im Abfluss oder sogar in der Toilette. Das hat nicht nur teure Schäden für die Kanalisation zur Folge – die Umwelt leidet ebenso. Altspeiseöle und -fette lagern sich in den Abwasserrohren ab und bilden hartnäckige Ablagerungen. Die Kosten für Reinigung, Wartung und Reparaturen müssen am Ende die Gebührenzahler tragen. Und das wollen wir doch alle vermeiden, oder?

Richtige Entsorgung von Speiseöl

Wie also entsorgt man Speiseöl richtig? Es ist gar nicht so kompliziert! Zuerst sollte das Öl abkühlen. Dann füllt man es in eine saubere Kunststoffflasche oder einen sogenannten Fetty-Kübel und verschließt diesen gut. Danach bringt man das gefüllte Behältnis zur nächsten Sammelstelle. In der Steiermark gibt es dafür über 800 Abgabemöglichkeiten – da sollte für jeden etwas dabei sein! Dazu zählen Altstoffsammelzentren, Ressourcenparks, Altspeiseöl-Sammelboxen der Firma Münzer und sogar Sammelautomaten in ausgewählten SPAR-Märkten.

Was genau gehört da eigentlich rein? Gebrauchte Speiseöle, Frittierfette, pflanzliche und tierische Fette – alles, was in der Küche anfällt. Auch Schmalz, Butter, Margarine oder die Öle von eingelegten Speisen wie Antipasti oder Thunfisch sind dabei. Aber Vorsicht: Mineralöle, Motor- und Schmieröle oder Essensreste haben hier nichts verloren. Die unsachgemäße Entsorgung kann zu Verstopfungen in den Abwassersystemen führen und sogar Boden und Grundwasser kontaminieren.

Umweltbewusstsein und Recycling

Das Thema geht über die richtige Entsorgung hinaus. Altes Speiseöl kann auch wiederverwertet werden! Aus einem Kilogramm gesammeltem Altspeiseöl kann fast ein Kilogramm Biodiesel hergestellt werden. Das spart rund drei Kilogramm CO₂ im Vergleich zu fossilem Diesel. Außerdem lassen sich aus diesen Ölen auch Flüssigseifen und Waschmittel herstellen – ein echter Gewinn für die Umwelt!

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Gerade in der Gastronomie ist das Thema besonders wichtig. Dort fallen große Mengen an gebrauchtem Öl an. Regelmäßige Entsorgung, spezielle Behälter zur Sammlung und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Entsorgungsfirmen sind hier unerlässlich. Viele Städte haben bereits Initiativen zur Sammlung und Entsorgung von Speiseöl ins Leben gerufen, und die Gastronomie kann da aktiv mitwirken.

Gemeinsam für die Umwelt

Öffentliche Aufklärung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Informationsveranstaltungen, Flyer und Social-Media-Kampagnen sollen das Bewusstsein für die richtige Entsorgung schärfen. Es ist eine gemeinschaftliche Anstrengung, die wir alle unterstützen sollten. Denn nur gemeinsam können wir die Umwelt schützen und nachhaltig leben. Und hey, wenn du noch ein paar Tropfen Öl übrig hast, warum nicht mal selber kreativ werden? Mit gefiltertem gebrauchtem Speiseöl kann man sogar Kerzen herstellen! Ein DIY-Projekt, das nicht nur Spaß macht, sondern auch gut für die Umwelt ist.

Euer nächster Schritt? Fangt an, eure Küchenschätze richtig zu entsorgen. Es ist einfacher, als ihr denkt! Besucht die Sammelstellen und helft mit, die Umwelt zu schützen. Weitere Informationen findet ihr unter altspeiseoel.denkklobal.at. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Altspeiseöle nicht mehr im Abfluss landen, sondern sinnvoll wiederverwertet werden. Denn wie heißt es so schön? Jeder Tropfen zählt!