Am 20. September 2026 war es wieder soweit: Das Aufsteirern in Graz, ein echtes Volksfest, das seinesgleichen sucht, feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Bei strahlendem Wetter und Temperaturen um die 26 °C kamen rund 250.000 Besucher in die Grazer Innenstadt, um sich in das bunte Treiben zu stürzen. Ein wahrhaftes Spektakel, das von Landeshauptmann Mario Kunasek und Bürgermeisterin Elke Kahr feierlich eröffnet wurde. Der Bieranstich, ein weiterer Höhepunkt, wurde von Leopold Schöggl, dem Erfinder des Aufsteirerns, vorgenommen – was für eine Ehre!

Bereits am Samstag strömten 140.000 Gäste in die Stadt, um die vielfältigen Angebote zu genießen. Insgesamt 17 Bühnen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm mit 71 Musikgruppen, Chören und Trachtenvereinen, die mehr als 200 Stunden Unterhaltung boten. Man konnte fast die Freude und den Stolz der Menschen spüren, die in ihren traditionellen Trachten durch die Straßen flanierten und die steirischen Köstlichkeiten an den Ständen verzehrten.

Kulturelle Vielfalt und kulinarische Genüsse

Die Kulinarik kam dabei nicht zu kurz: 135 Aussteller und Gastronomen präsentierten ihren besten steirischen Wein, den berühmten Schilchersturm und eine Vielzahl herzhafter und süßer Speisen. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich durch die regionalen Spezialitäten zu probieren und sich bei einem Glas steirischem Wein zu entspannen. Und für die Familien gab es kreative und handwerkliche Aktivitäten für die Kleinen – ein Rundum-Programm, das niemanden enttäuschte.

Ein Empfang für die Vertreter der Volkskultur und Einsatzorganisationen fand in der Aula der Alten Universität statt. Dort ehrte Landeshauptmann Kunasek die Organisatoren des Aufsteirerns und würdigte den unermüdlichen Einsatz der vielen Mitwirkenden. Rund 2.500 Tänzer, Sänger und Musiker trugen dazu bei, dass das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Über die Jahre hinweg haben mehr als 3.500 Musiker und 6.500 Blasmusiker das Aufsteirern mit ihrem Können bereichert.

Wirtschaftlicher Einfluss und Besucherzahlen

Das Aufsteirern hat nicht nur kulturelle, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung. Schätzungen zufolge generiert das Festival einen jährlichen Wirtschaftsfaktor von über 28 Millionen Euro für die österreichische Wirtschaft. In der Steiermark selbst sorgt es für rund 20 Millionen Euro Nachfrageimpuls und mehr als 17 Millionen Euro Wertschöpfung. Dabei werden etwa 250 Arbeitsplätze geschaffen, die für die Region von großer Bedeutung sind.

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Die Veranstaltung ist nicht nur ein Fest für die Einheimischen, sondern zieht auch zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland an. Seit der Premiere im Jahr 2002 haben mehr als 2 Millionen Menschen das Aufsteirern besucht. Von anfangs 40.000 Besuchern stiegen die Zahlen kontinuierlich an – 2010 waren es bereits 100.000 und 2016 rund 125.000. Das zeigt, wie sehr dieses Fest in der steirischen Kultur verwurzelt ist und wie es von Jahr zu Jahr wächst und gedeiht.

Ein Fest für alle Sinne

Die Atmosphäre war einfach einzigartig. Man konnte die Musik in der Luft spüren, die fröhlichen Gesichter der Menschen, die sich unterhielten und tanzten, und den köstlichen Duft der regionalen Speisen, der einem in die Nase zog. Es ist ein Fest, das die Lebendigkeit und Tradition der Steiermark zeigt und sowohl Einheimische als auch Besucher in seinen Bann zieht. Die steirische Festkultur, mit ihrem Fokus auf Tradition, Musik und Geselligkeit, wird hier auf eindrucksvolle Weise lebendig. Wer das Aufsteirern besucht, erlebt ein Stück österreichische Lebensart – und das ist einfach unbezahlbar.