Heute ist der 30.09.2026 und Graz hat einen neuen Suchtkoordinator! Thomas Seruga, ein Psychotherapeut und psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger, übernimmt diese wichtige Rolle und folgt damit auf Ulf Zeder. Die Vorstellung von Seruga fand im Grazer Rathaus statt, während eines steiermarkweiten Arbeitskreises zur Suchtprävention. Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer von der KPÖ hatte zur Feier des Tages eingeladen. Bei diesem Treffen waren Vertreter verschiedener Einrichtungen aus der Suchthilfe und Suchtprävention anwesend. Ein buntes Sammelsurium von Experten, die sich für die Herausforderungen und Hilfsangebote in der Suchtarbeit interessieren.

Das Thema Sucht ist ein drängendes, und das nicht nur in Graz. Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen wurden eingehend besprochen. Dabei wurden auch Warnungen vor gefährlichen Substanzen nicht ausgeklammert. Sportwetten und Spielsucht stehen ganz oben auf der Agenda. Seruga wird nun die fachliche Begleitung von Suchtfragen im städtischen Gesundheitsamt übernehmen und als Ansprechpartner für alle Einrichtungen der Suchthilfe agieren. Ein regelmäßiger Austausch soll helfen, problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Hilfe statt Ausgrenzung

Ein zentraler Punkt, den Gesundheitsstadtrat Krotzer betonte, ist die Notwendigkeit von Hilfe statt Ausgrenzung für Betroffene. Es geht nicht nur darum, zu intervenieren, sondern auch um Prävention und die Unterstützung der gesamten Stadtgesellschaft. Das ist ein Ansatz, der in diesen Zeiten mehr denn je nötig ist. Die Verabschiedung von Ulf Zeder, dem bisherigen Suchtkoordinator, markiert einen Neuanfang. Man darf gespannt sein, welche Impulse Seruga setzen wird.

Eine wichtige Partnerin in der Suchtprävention ist die Fachstelle VIVID in der Steiermark. Sie bietet nicht nur Informationen über Substanzen und problematische Verhaltensweisen, sondern unterstützt auch Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen bei Suchtvorbeugungsprojekten. Besonders bemerkenswert sind die verschiedenen Angebote, die VIVID bereitstellt: von der „Tabakpräventionsstrategie Steiermark“ über den „Smoke Free Award“ bis hin zur „Dialogwoche Alkohol“. Die Fachstelle hat sich als ein verlässlicher Ansprechpartner etabliert, wenn es um Suchtprävention geht.

Vielfältige Angebote und Unterstützung

Die Palette der Aktivitäten reicht weit – es gibt kostenlose und teilweise online verfügbare Weiterbildungen, Vorträge und Workshops, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Zum Beispiel das Unterrichtsprogramm „Wetterfest“, das Jugendliche ab der 9. Schulstufe in ihren Lebenskompetenzen stärkt. Auch die Alkoholprävention für Senior*innen ab 60 Jahren ist ein besonderes Anliegen der Fachstelle. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich in allen Altersgruppen mit Suchtfragen auseinanderzusetzen.

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Die Herausforderungen in der Suchtarbeit sind vielfältig und erfordern ein gemeinsames Vorgehen. Seruga und VIVID sind dabei zentrale Akteure, die die Suchtprävention in Graz und Umgebung vorantreiben wollen. Es bleibt zu hoffen, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen fruchtbare Ergebnisse bringt und Betroffene die Unterstützung erhalten, die sie so dringend benötigen. Graz, auf geht’s!