Sanierung mit Weitblick: Graz verwandelt die 50er-Jahre-Wohnhäuser in Energieeffiziente Lebensräume
Heute ist der 25.09.2026, und in Graz tut sich was! Die städtischen Wohnhäuser am Hollerweg 2, 4 und 6, die aus den 1950er-Jahren stammen und insgesamt 36 Wohnungen beherbergen, stehen vor einer umfassenden energetischen Sanierung. Diese Maßnahme wurde vom Grazer Gemeinderat mehrheitlich beschlossen und die Umsetzung wird von Wohnen Graz übernommen. Mit einem Gesamtbudget von rund 2,4 Millionen Euro – ohne Umsatzsteuer – wird ein bedeutender Schritt in Richtung umweltfreundlicheres Wohnen gemacht.
Die Gebäude sind viergeschoßig und vollständig unterkellert, was sie zwar stabil, aber auch etwas in die Jahre gekommen macht. Der Investitions- und Sanierungsbedarf ist erheblich. Die Sanierungsarbeiten zielen nicht nur darauf ab, die optische Erscheinung der Wohnanlage zu verbessern, sondern auch die Heizwärmebedarfswerte drastisch zu senken. Aktuell liegt dieser bei 171 kWh/m² pro Jahr – nach der Sanierung soll er auf gerade mal 36 kWh/m² pro Jahr sinken. Das klingt fast schon nach Magie, oder? Dazu kommt, dass der CO2-Ausstoß durch diese Maßnahmen um jährlich rund 54 Tonnen reduziert werden soll. Das ist doch ein Grund zum Feiern!
Ein Blick hinter die Kulissen der Sanierung
Bei der Sanierung stehen mehrere Punkte im Fokus: Wärmedämmung, Haustechnik, Dacheindeckung und auch der Schallschutz spielen eine zentrale Rolle. Die Experten werden dabei nicht nur die äußere Hülle optimieren, sondern auch die Heizsysteme auf den neuesten Stand bringen. Eine individuelle Bestandsaufnahme und Planung sind notwendig, um die besten Maßnahmen für diese speziellen Gebäude zu finden. Es wird empfohlen, unabhängige Fachleute zur Begutachtung zu beauftragen. Schließlich hat jedes Gebäude sein ganz eigenes bauphysikalisches Gefüge, das individuelle Lösungen erfordert.
Die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist ein wichtiger Schritt. Dieser Plan zeigt geeignete Sanierungsmethoden auf und warnt vor potenziell schädlichen Maßnahmen. Die Kosten für die Erstellung eines iSFP liegen für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen 1.000 und 2.000 Euro, wobei es staatliche Förderungen gibt, die bis zu 50% der Beratungskosten abdecken. Ein kleiner, aber feiner Zuschuss von maximal 650 Euro kann hier helfen!
Ökologischer Fußabdruck und Wohnkomfort
Eine Sanierung ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine Chance, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. In Deutschland beispielsweise sind 75% der Wohngebäude älter als 25 Jahre und verbrauchen mehr als 90% der gesamten Heizenergie. Das zeigt, wie wichtig effiziente Wärmedämmung ist. Bei den 50er-Jahre-Siedlungshäusern wird viel Wert auf hochwertige Dämmung gelegt, um den Heizenergiebedarf deutlich zu senken. Neben dem Einbau von hocheffizienter Dämmung werden neue Fenster installiert und moderne Heiztechniken wie die Brennwerttechnik zum Einsatz kommen.
Ein Kaminofen, der nach dem Hypokaustenprinzip funktioniert und als Wandheizung dient, kann die Wärmeversorgung in der Übergangszeit unterstützen. Das Ziel ist klar: Reduzierung der Wärmeversorgung über fossile Energieträger auf ein Minimum. Diese Maßnahmen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern verbessern auch den Wohnkomfort. Denn letztlich wollen wir uns in unseren vier Wänden wohlfühlen, oder?
Die Sanierung am Hollerweg ist ein spannendes Projekt, das nicht nur den Gebäuden, sondern auch den Bewohnern zugutekommt. Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Effizienz wird hier ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität geleistet. Bleiben wir gespannt, wie sich die Arbeiten entwickeln!
