In Graz-Andritz tut sich einiges: Das letzte Asylquartier der Stadt wird schrittweise geräumt. Grund sind die sinkenden Asylzahlen, die auch in Österreich deutlich zu spüren sind. Die Bewohner, die bisher in der Bundesbetreuungseinrichtung untergebracht waren, werden nun in Landesquartiere überführt. Ein Prozess, der bereits seit September 2026 läuft und die Situation für viele Betroffene verändert.

Die Entwicklungen in der Steiermark sind nicht zu übersehen. Inzwischen sind bereits vier Bundesasylquartiere, darunter Graz-Puntigam, Kindberg, Steinhaus am Semmering und Leoben, stillgelegt worden. Aktuell sind noch 421 Grundversorgungsquartiere in Betrieb. Die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) hat dabei keine feste Frist für die Räumung des Quartiers in Graz-Andritz gesetzt, was die künftige Nutzung der Unterkunft in Andritz ungewiss lässt.

Finanzielle Aspekte und Herausforderungen

Eine interessante Zahl, die kürzlich veröffentlicht wurde: Im Vorjahr betrugen die Mietkosten für die leerstehenden Quartiere 2,13 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 werden ähnliche Kosten erwartet – konkret 466.350 Euro für Leoben, 439.136 Euro für Kindberg und 259.776 Euro für Semmering. Das Quartier in Graz-Puntigam, wo Container genutzt werden, verursacht hingegen keine Kosten. Mit diesen Zahlen zeigt sich, wie wichtig es für Österreich ist, Vorsorgekapazitäten reaktivieren zu können. In Zeiten, in denen die Grundversorgungszahlen schwanken, bleibt die Anmietung der stillgelegten Quartiere ein notwendiges Übel.

Ein Blick auf die Zahlen aus der Grundversorgung zeigt, dass am 1. Juli 2026 insgesamt 45.138 Personen in Österreich diese Leistungen bezogen haben. Das sind 7.696 weniger als zu Jahresbeginn. Die Mehrheit, nämlich 60%, stammt aus der Ukraine, während 22% aus Syrien kommen. Während die Zahl der ukrainischen Vertriebene in den letzten Monaten um 3.009 gesunken ist, ist die der syrischen Geflüchteten um 2.369 zurückgegangen. Besonders bemerkenswert ist, dass Asylwerber nur noch 13% der Grundversorgungsbezieher ausmachen – ein deutlicher Rückgang.

Ein Blick in die Zukunft: Human Friendly Automation Day

<pDoch nicht nur die Asylpolitik ist ein Thema, das in Graz und ganz Österreich diskutiert wird. Am 1. Oktober 2026 findet in München der "Human Friendly Automation Day" statt. Das Event widmet sich der Frage, wie die KI-Transformation die menschliche Arbeit beeinflusst. Hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie Katrin Hirseland, Vizepräsidentin des BAMF, und Andrea Nahles, Vorsitzende des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit, werden erwartet. Es ist eine spannende Gelegenheit, die Entwicklungen in der Arbeitswelt zu beleuchten und die Herausforderungen der Digitalisierung zu besprechen.

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Die Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme an der Veranstaltung macht es noch einfacher, Teil dieser wichtigen Diskussion zu sein. Unter www.humanfriendlyautomation.com/hfaday26 kann man sich registrieren. Es wird spannend sein zu sehen, was die Expertinnen und Experten zu sagen haben und welche neuen Perspektiven sie aufzeigen.

Mit all diesen Themen bewegt sich Graz in einer Zeit des Wandels. Die Herausforderungen sind da, die Lösungen müssen gefunden werden. Ob im Bereich Asyl oder Digitalisierung – es bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird.