Am 4. Oktober 2025 fand in Wels ein sportliches Highlight statt – die Sportunion Landesmeisterschaft im Karate. Für die Karateka des UKC Grieskirchen war dies ein ganz besonderer Anlass, denn sie konnten dort ihre 2000. Medaille bei den oö. Sportunion Landesmeisterschaften feiern. Ein wahrhaftig bemerkenswerter Erfolg, der die Leidenschaft und das Engagement der Mitglieder des Vereins widerspiegelt.

Mit insgesamt 14 Podestplätzen trumpften die Karateka aus Grieskirchen groß auf: Zwei Goldmedaillen, sieben Silber- und fünf Bronzemedaillen gingen auf ihr Konto. Besonders hervorzuheben ist Amelie Hinterberger, die sich mit zwei Gold- und einer Silbermedaille als erfolgreichste Teilnehmerin herausstellte. Auch Alexander Mühlbauer konnte sich über eine Gold- und eine Silbermedaille freuen. Lisa Mühlbauer zeigte ebenfalls eine starke Leistung mit drei Silbermedaillen. Anna Mallinger war gleich viermal auf dem Podest zu finden: zweimal als Zweite und zweimal als Dritte. Und nicht zu vergessen, Mia Hinterberger, die sich eine Silber- und eine Bronzemedaille sicherte – nach einer vorherigen Bronzemedaille beim Salzburg-Cup. Suwan Summereder und ihre Mutter Nuan trugen ebenfalls zum Erfolg bei, mit insgesamt zwei Silbermedaillen und einem dritten Platz.

Ein Jubiläum der besonderen Art

Der Obmann Manfred Rodler bezeichnete das Erreichen der 2000. Medaille seit 1992 als „Jahrhundertereignis“. Eine solche Jubiläumsfeier ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Bestätigung für die kontinuierliche Arbeit und den unermüdlichen Einsatz der Trainer und Athleten. Der Karate-Sport hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch die Erfolge auf internationaler Ebene, die der Österreichische Karatebund (ÖKB) errungen hat.

Aber auch andere Vereine am Wettkampftag ließen aufhorchen. Das Team aus Gmunden holte sich insgesamt acht Medaillen. Unter ihnen war Michael Stöglehner, der in der Kata Unterstufe Gold gewann, und Erik Großhaupt, der sich nicht nur im Kata-Bewerb der Herren den Titel des Sportunion-Landesmeisters sicherte, sondern auch alle Kämpfe im offenen Kumite ohne Gegentreffer und vor Ablauf der regulären Kampfzeit gewann. Ein echter Leistungssportler!

Karate in Österreich – Mehr als nur ein Sport

Karate-do, was so viel bedeutet wie „Weg der leeren Hand“, hat seine Wurzeln in Okinawa und ist eine Kampfkunst, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Der ÖKB, als einziger, von der Bundes-Sportorganisation anerkannter Fachverband für Karate in Österreich, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die heimischen Karate-Vereine zu repräsentieren. Seit der Gründung am 26. März 1972 ist der Verband international unter dem Namen „Karate Austria“ bekannt. Die Erfolge österreichischer Athleten, wie die Bronzemedaille von Bettina Plank bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020, zeigen eindrucksvoll, wie hoch das Niveau im Karate-Sport ist.

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Die Leidenschaft und der Kampfgeist, die bei den Landesmeisterschaften in Wels zu spüren waren, sind das, was Karate ausmacht. Die Athleten des UKC Grieskirchen und anderer Vereine sind nicht nur Sportler, sie sind Teil einer großen Familie, die sich gegenseitig unterstützt und anfeuert. Und genau das macht den Karate-Sport so besonders – das Miteinander, der Respekt und die Hingabe, die jeder Einzelne auf die Matte bringt.