Am 4. Oktober 2026 war es endlich so weit: Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig besuchte Brüssel, und er hatte dabei besondere Begleiterinnen an seiner Seite. Drei beeindruckende Bäuerinnen, darunter die leidenschaftliche Anna Frühwirth aus Güssing, machten sich auf den Weg zum EU-Agrarministerrat. Das Ganze fand im Rahmen des Internationalen Jahres der Bäuerin statt, das von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde. Ein tolles Zeichen, wie wichtig der Beitrag von Frauen in der Landwirtschaft ist!

Während dieses Besuchs wurde die Kampagne „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Leistungen, Erfahrungen und die vielfältigen Lebensrealitäten der Bäuerinnen in Österreich in den Vordergrund zu rücken. Diese Frauen leisten jeden Tag Unglaubliches auf ihren Höfen, und es ist höchste Zeit, dass ihre Geschichten erzählt werden. Es geht nicht nur um die Arbeit auf dem Feld, sondern auch um die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, und die Errungenschaften, die sie feiern können.

Der Einfluss der Frauen in der Landwirtschaft

Wusstet ihr, dass in der Europäischen Union 26 % der Landwirte unter 40 Jahren Frauen sind? Dennoch ist der Anteil von Frauen, die als Betriebsleiterinnen fungieren, mit nur 3 % noch recht gering. Das zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um die Gleichstellung in diesem Bereich voranzutreiben. Die durchschnittliche Betriebsgröße, die von Frauen geleitet wird, liegt bei 9 Hektar – deutlich kleiner als die von Männern geführten Betriebe, die im Schnitt 21 Hektar groß sind. Das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen!

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU hat sich jedoch auf die Fahnen geschrieben, die Teilnahme von Frauen in der Landwirtschaft und den ländlichen Wirtschaften zu fördern. Zahlreiche Länder, darunter auch Spanien und Irland, bieten spezielle Unterstützungsmaßnahmen für junge Bäuerinnen an. Auch die neue Plattform „Women in Farming“ wurde ins Leben gerufen, um Frauen in der Landwirtschaft zu vernetzen und einen Raum für Erfahrungsaustausch zu schaffen. Bei der ersten Online-Sitzung am 30. Juni 2026 waren bereits 460 Mitglieder aus 25 EU-Mitgliedstaaten dabei. Ein starkes Signal für die Zukunft!

Auf dem Weg zur Gleichstellung

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass Frauen in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert sind. Lediglich 19 % von ihnen haben eine formale landwirtschaftliche Ausbildung genossen, und die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung ist im Vergleich zu Männern deutlich rückläufig. Das sind alles Punkte, die angepackt werden müssen, damit die Stimmen der Bäuerinnen gehört werden und sie die Unterstützung erhalten, die sie verdienen. Die Herausforderungen sind enorm, aber die Chancen ebenso!

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Indem wir die Geschichten von Frauen wie Anna Frühwirth erzählen und Initiativen wie „Bäuerinnen im Fokus“ unterstützen, können wir dazu beitragen, eine gerechtere und gleichberechtigtere Zukunft für die Landwirtschaft zu schaffen. Denn schließlich sind es die Bäuerinnen, die nicht nur die Felder bestellen, sondern auch die Gemeinschaften stärken, in denen sie leben. Eine spannende Entwicklung, die wir alle mit Neugier verfolgen sollten!