Breitenwaida im Wandel: Der Verlust des Sparmarktes und neue Hoffnungen für die Nahversorgung
Heute ist der 26.09.2026. In Breitenwaida, der größten Katastralgemeinde von Hollabrunn, gibt es Neuigkeiten, die die Nahversorgung betreffen. Der örtliche Sparmarkt, geführt von Alija Gruber seit 2018, schließt seine Pforten Ende September. Die Gründe dafür sind nicht überraschend: steigende Energie- und Personalkosten sowie eine sinkende Nachfrage haben die Betreiberin dazu gezwungen, diesen Schritt zu gehen. Besonders krass sind die Zahlen – die Preise für Strom und Gas haben sich verdreifacht, und die Personalkosten sind um 40% gestiegen. An dieser Stelle stellt man sich schon die Frage, wie es weitergehen soll.
Die Schließung des Sparmarktes ist ein herber Schlag für die Gemeinde. Gerade für ältere Menschen und Haushalte ohne Auto wird die Nahversorgung immer schwieriger. Viele Kunden, die früher regelmäßig eingekauft haben, kaufen nur noch sporadisch ein. Das klingt fast schon nach einem Rückzug aus dem täglichen Leben. Die Feinkostabteilung hat seit Jahresbeginn nur noch bis mittags geöffnet, und der Post-Partner wurde bereits 2024 aufgegeben. Die Mitarbeiterzahl ist von sieben auf nur noch drei gesunken – das ist ein Bild, das man nicht gerne sieht.
Neue Lösungen für Breitenwaida
Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels! Ab Oktober übernehmen zwei lokale Bäckereien die Lebensmittelversorgung im Ort. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Nahversorgung bis auf Weiteres zu sichern. Die Stadtgemeinde Hollabrunn und die Liegenschaftsgesellschaft KommReal sind dabei, gemeinsam nach einer dauerhaften Nachfolgelösung zu suchen. Bürgermeister Alfred Babinsky von der ÖVP hat sich aktiv um diese Lösung gekümmert und ein Angebot mit den Bäckern organisiert. Das ist eine Initiative, die zeigt, wie wichtig die lokale Versorgung ist.
Die Schließung des Sparmarktes wurde im Frühsommer angekündigt, und die Gespräche über die künftige Nutzung des Grundstücks laufen bereits. Das Grundstück gehört der KommReal Hollabrunn GmbH, die auch Ansprechpartner für Fragen zur weiteren Nutzung des Objekts ist. Man fragt sich, welche neuen Möglichkeiten sich hier auftun könnten. Vielleicht wird es ja bald einen neuen Nahversorger geben, der den Bedürfnissen der Gemeinde gerecht wird.
Ein Blick in die Zukunft
Diese Situation in Breitenwaida ist nicht nur ein lokalpolitisches Thema, sondern spiegelt auch die Herausforderungen wider, vor denen viele ländliche Gemeinden in Österreich stehen. Die Auswirkungen der steigenden Lebenshaltungskosten und das veränderte Einkaufsverhalten sind überall zu spüren. Es ist schon fast erschreckend, wie schnell sich die Gewohnheiten ändern können. Der Verlust eines Nahversorgers hat immer auch Auswirkungen auf die sozialen Strukturen einer Gemeinde. Man fragt sich, wie die Menschen künftig ihren Alltag organisieren werden. Hoffen wir, dass die neuen Bäckereien nicht nur Brot, sondern auch ein Stück Lebensqualität zurückbringen können.
