Heute ist der 24.09.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Pferderennen, die für Aufsehen sorgen. Ein Rennpferd in den USA muss umbenannt werden – und das aus einem ziemlich heiklen Grund. Ursprünglich trug der Hengst den Namen «Austrian Painter», doch dieser wird nun in einem anderen Licht betrachtet. Der Name kann als Anspielung auf Adolf Hitler verstanden werden, was zu einer formalen Beschwerde beim US-Jockey Club führte.

Die Prüfung durch den Jockey Club ergab, dass der Name nach den Regeln unzulässig ist, da er als anstößig gelten könnte. Interessant ist, dass der Besitzer des Pferdes, Scott Herbertson, erklärte, der Name sei in Wahrheit eine Hommage an den berühmten österreichischen Maler Gustav Klimt. Dennoch sorgte die Namensgebung für Kontroversen, da der Begriff «Austrian Painter» im Internet als Chiffre für Hitler verwendet wird. Komischerweise war Herbertson in der Vergangenheit bereits für andere umstrittene Vorschläge verantwortlich, wie zum Beispiel «My Struggle», der sich auf Hitlers Buch «Mein Kampf» bezieht.

Ein neuer Name und eine neue Geschichte

Das Pferd hat kürzlich sein Debütrennen am Montag auf der Rennbahn Horseshoe Indianapolis gewonnen und die Diskussion um seinen Namen hat an Fahrt gewonnen. Die Tochter des Besitzers war es schließlich, die den neuen Namen «Merrylegs» wählte. Dieser Name ist nicht nur entzückend, sondern auch inspirierend – er stammt von einem Pony aus dem beliebten Roman «Black Beauty». Ein schönerer und unbeschwerterer Bezug, als die vorherige Namenswahl!

Es ist bemerkenswert, dass Herbertson nicht nur mit diesem Pferd in der Kritik steht. Ein weiteres seiner Tiere, das ursprünglich «New Order» genannt wurde, muss ebenfalls umbenannt werden, da dieser Name ebenfalls eine Verbindung zu den Nazis hat. Der Jockey Club hat klargestellt, dass sie solche Angelegenheiten ernst nehmen und dankbar für die Hinweise sind, die sie erhalten.

Ein Blick in die Vergangenheit

Adolf Hitler, der von 1889 bis 1945 lebte, hegte in seiner Jugend den Wunsch, Maler oder Künstler zu werden. Ironischerweise hat sein Name bis heute eine derart starke Assoziation, dass selbst unbedachte Anspielungen wie die eines Rennpferdes zu einem Sturm der Entrüstung führen können. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass Sensibilität und historische Kontexte heute eine so wichtige Rolle spielen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Debatte rund um «Austrian Painter» zeigt auf, wie leicht Namen und Begriffe im Internet verzerrt werden können. Der Besitzer hat sich mittlerweile von der ursprünglichen Idee distanziert und den neuen Namen gewählt, um dem Pferd eine unbeschwerte Zukunft zu ermöglichen. Man fragt sich, wie viele solcher Fälle es wohl noch gibt und wie das Bewusstsein für solche Themen in der Gesellschaft wächst.