In Waidhofen an der Ybbs haben die Wirtschaftsingenieure der HTL Waidhofen am Young Mobility Ambassadors Award von Swarco teilgenommen. Der Wettbewerb richtet sich an Schulklassen der 8. bis 13. Schulstufe aus Österreich, Deutschland und der Schweiz und hat sich das Ziel gesetzt, Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu entwickeln. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 19 Jahren sind im Straßenverkehr oft gefährdet, da Ablenkungen durch Smartphones, Alkohol und Drogen die Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen beeinträchtigen können.

Ein Team von JungtechnikerInnen der 3BHWIM unter der Leitung von Daniel Rausch hat im Rahmen dieses Wettbewerbs das System “Fit2Drive” entwickelt. Diese innovative Lösung nutzt eine Kombination aus Kamera, Biosensorik und KI-Logik, um die Fahrt des Fahrers zu überwachen. “Fit2Drive” erkennt Müdigkeit des Fahrers durch Gähnen, Sekundenschlaf und Kopfbewegungen und registriert zudem Alkohol in der Atemluft, um die Fahrtüchtigkeit zu beurteilen. Die Fachjury des Wettbewerbs bewertete über 60 Projekte hinsichtlich Kreativität, Umsetzbarkeit und positiver Auswirkung auf die Verkehrssicherheit. Die HTL Waidhofen konnte mit “Fit2Drive” den 2. Platz belegen und erhielt ein Preisgeld von € 3000,-. Zusätzlich absolvieren die JungtechnikerInnen ein Training mit der Football-Mannschaft Swarco Raiders, was die Verbindung von Technologie und Sport unterstreicht. Mehr Informationen sind in dem Artikel von MeinBezirk zu finden.

Verkehrssichere Schulwege

Im Juni 2024 wurde eine umfassende Onlinebefragung zur Verkehrssicherheit am Schulweg in Österreich durchgeführt. Diese Umfrage, die von einem Marktforschungsinstitut bei Direktor:innen ab der 5. Schulstufe durchgeführt wurde, umfasste 296 Schulen aus allen Bundesländern und Schultypen. Der Verkehrssicherheits-Index, der aus dieser Umfrage hervorging, basiert auf den Bedingungen im Schulumfeld sowie den bereits umgesetzten Maßnahmen zur Verkehrssicherheit an den Schulen.

Zu den Indikatoren, die für den Index berücksichtigt werden, gehören unter anderem das Verkehrsaufkommen, die Gestaltung der Ein- und Ausgänge, die Entfernung der Haltestellen, die Anzahl der Schülerlotsen sowie die Initiativen, die in den Schulen zur Verkehrssicherheit durchgeführt wurden. Der durchschnittliche Verkehrssicherheits-Index wird den Kriterien wie Bundesland, Schultyp, Stadt/Land und Schulgröße gegenübergestellt, um ein umfassendes Bild der Verkehrssicherheit an Schulen zu erhalten. Diese wertvollen Daten sind nur für die teilnehmenden Schulen zugänglich, was einen Vergleich mit dem Durchschnitt aller Schulen ermöglicht. Weitere Details sind auf der Webseite von Swarco zu finden.

Der gefährliche Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit

Besonders im jungen Erwachsenenalter, wenn die Mobilität zunimmt, zeigen sich die Herausforderungen der Verkehrssicherheit. Mit etwa 15 Jahren dürfen Jugendliche Mofa- und Mopedführerscheine erwerben, was häufig zu einer steigenden Unfallhäufigkeit führt. Insbesondere 18- bis 24-Jährige haben das höchste Unfallrisiko. Im Jahr 2024 wurden 319 junge Erwachsene in diesem Alter im Straßenverkehr getötet, was 11,5% aller Verkehrstoten ausmacht.

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Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat daher verschiedene Programme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Jugendliche ins Leben gerufen. Dazu gehört die Online-Serie “Das Gesetz der Straße” mit Ralph Caspers, die wichtige Themen wie Ablenkung, Alkohol, Drogen und Risikoverhalten behandelt. Ergänzend werden kostenlose Unterrichtsmaterialien angeboten, um die Verkehrserziehung zu unterstützen. Zudem zielt die Kampagne “ECHT JETZT?” darauf ab, Unfallrisiken durch Smartphone-Ablenkung zu thematisieren. Informationen zu diesen Programmen und Materialien sind auf der Webseite des BMV verfügbar: BMV.