Am 9. und 10. April 2026 wird der Campus Technik der Universität Innsbruck zum Schauplatz des RoboCupJunior Austrian Open. Rund 350 Teilnehmer:innen aus Österreich und Kroatien, darunter zehn Teams aus Tirol, werden sich in einem spannenden Wettkampf messen. Die Veranstaltung hat sich als Plattform für den Austausch zwischen Jugendlichen und Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis etabliert und bietet jungen Talenten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einem dynamischen Umfeld zu präsentieren.
Besonders erfreulich ist der hohe Mädchenanteil von knapp 30 Prozent unter den Teilnehmer:innen. Dieser Wert liegt über dem Niveau klassischer Informatik- und Technik-Studien und zeigt, dass das Interesse an MINT-Fächern auch bei Mädchen wächst. Die Veranstaltung wird als Qualifikation für die Europameisterschaft RoboCupJunior in Wien genutzt, was den Wettbewerb zusätzlich aufwertet.
Disziplinen und Leistungen
Der Wettbewerb umfasst verschiedene Disziplinen: In der Liga „Rescue“ müssen Roboter Hindernisse auf einem simulierten Katastrophenfeld überwinden, während in der „Soccer“-Disziplin autonome Maschinen gegeneinander antreten. Zudem gibt es die Kategorie „OnStage“, in der technisch-kreative Bühnenpräsentationen gezeigt werden. Besonders hervorzuheben ist das Team der MS Hötting West aus Innsbruck, das den Staatsmeistertitel in der Kategorie Simulation erringen konnte.
Die RoboCup-Initiative ist der führende und größte Wettbewerb für intelligente Roboter und gilt als eines der bedeutendsten Technologieevents in Forschung und Ausbildung. Der internationale Nachwuchswettbewerb RoboCup Junior ermöglicht es Schülerinnen und Schülern bis zu einem Alter von 19 Jahren, ihre eigenen Roboter zu konstruieren und zu programmieren. Jede Liga hat dabei ihren eigenen thematischen Schwerpunkt, und in Deutschland gibt es Einsteigerligen, die nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren.
Mädchen in der Technik fördern
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, das Interesse von Mädchen an Technik und Naturwissenschaften zu stärken. Viele Mädchen verlieren im Jugendalter oft das Interesse an MINT-Fächern, was auf verschiedene Gründe zurückzuführen ist: Mangel an weiblichen Vorbildern, zu wenig praktische Erfahrungen und Geschlechterklischees im Umfeld sind nur einige der Barrieren. Programme wie TecGirls zielen darauf ab, diese Hürden abzubauen und Mädchen für Technik zu begeistern.
Durch regelmäßige Kurse, Workshops und kreative Projekte können Mädchen technische Fähigkeiten entwickeln und Selbstbewusstsein aufbauen. Themen wie Smart City, Mobilität 2030 und Künstliche Intelligenz stehen dabei im Fokus und verbinden Technik mit realen Zukunftsthemen. So werden sie ermutigt, sich aktiv mit der digitalen Zukunft auseinanderzusetzen und ihre eigenen Ideen zu verwirklichen.
Die Veranstaltung am Campus Technik der Universität Innsbruck ist somit nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer vielfältigeren und inklusiveren Technikwelt. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel auf der Website der Universität Innsbruck.