In Österreich prägen Familienunternehmen das wirtschaftliche Bild wie kaum eine andere Unternehmensform. Mehr als die Hälfte aller Arbeitgeber sind in diesem Sektor angesiedelt. Sie denken nicht nur an den kurzfristigen Gewinn, sondern an Generationen. Immerhin verbinden sie wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung – für ihre Mitarbeiter und den Standort. Das zeigt sich besonders in der Art und Weise, wie sie sich in ihren Gemeinden engagieren. In ländlichen Gebieten sichern sie Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze, während in den Städten oft der Druck wächst, die Produktion oder den Vertrieb zu verlagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Laut einer PwC Family Business Survey sehen fast drei Viertel der befragten Familienunternehmen im DACH-Raum ihre langfristige Perspektive als echten Wettbewerbsvorteil. Das ist nicht nur eine Zahl, das ist eine Haltung! In einer Zeit, in der Österreichs Industrie unter internationalem Wettbewerbs- und Kostendruck leidet, ist es wichtig, wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten. Nur so können Investitionen und Arbeitsplätze gesichert werden. Laut einer aktuellen EY-Studie haben 91 % der Österreicher ein positives Bild von Familienunternehmen. Die Menschen assoziieren diese mit Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und Fairness – Eigenschaften, die in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt sind.

Politische Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Doch hier gibt es auch Herausforderungen. Die politische Wertschätzung für Wertschöpfung muss sich endlich in gesetzlichen Rahmenbedingungen abzeichnen. Da besteht definitiv Verbesserungsbedarf! Unternehmen brauchen Freiraum für Investitionen und Innovationen. Das schließt weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Kosten mit ein. In dieser Hinsicht ist es für Familienunternehmen wichtig, langfristig zu planen, um auch in Zukunft eine starke Säule des Standorts zu sein.

Ein Blick über die Grenzen nach Deutschland zeigt, dass dort ähnliche Diskurse stattfinden. Am 17. Dezember 2024 forderten führende Köpfe von Familienunternehmen mehr Zuversicht und aktives Handeln für 2025. Die Herausforderungen sind global und vielfältig: geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Krisen – all das erfordert Mut und Innovationsstärke. In einem Ökosystem, das „Maschinenraum“ heißt, arbeiten fast 80 transformationsorientierte Familienunternehmen zusammen. Hier geht es um Wissensaustausch, Ressourcennutzung und die Stärkung der Innovationskraft.

Werte und Zukunftsorientierung

Wichtige Werte wie Mut, Tatkraft und die Bereitschaft zur Veränderung sind entscheidend für den Mittelstand. Geschäftsführer großer Unternehmen, wie Andreas Reuter von der Schäfer Shop GmbH, betonen immer wieder die Notwendigkeit von Resilienz und Anpassungsfähigkeit. Dabei ist die Verantwortung, die sie durch eine nachhaltige Ausrichtung übernehmen, nicht zu unterschätzen. Immer mehr Firmen setzen auf Diversifizierung und Effizienzsteigerung, um den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Der Glaube an die Stärke von Deutschland und Europa bleibt ein zentraler Punkt für viele dieser Unternehmen.

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In Österreich, wo Familienunternehmen eine tragende Rolle spielen, ist es also an der Zeit, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Nur so kann die Zukunft aktiv gestaltet werden. Und wenn wir das schaffen, dann bleibt die Hoffnung für die kommenden Generationen, dass sie in einer starken und prosperierenden Wirtschaft leben dürfen.