Musikalische Reise durch die Klangwelten: Das unvergessliche Konzert von Randi und Trebo in Imst
Am 20. September 2026 war die Stadtbühne Imst der Schauplatz eines unvergesslichen Konzerts, das die Zuhörer in eine musikalische Reise von Südtirol über Berlin bis hin zu Brasilien und Süditalien entführte. Manuel Randi und Alex Trebo, zwei wahre Virtuosen ihres Fachs, begeisterten das ausverkaufte Publikum mit einer Mischung aus Jazz, Bossa Nova, Gypsy Swing und klassischen Klängen. Die Atmosphäre war elektrisierend, und man konnte die Vorfreude der Zuschauer bereits beim Betreten des Saales spüren.
Die beiden Musiker präsentierten nicht nur Kompositionen aus ihrem gemeinsamen Album „Talèa“, sondern auch ältere und solistische Stücke, die jede Menge Emotionen transportierten. Es war, als ob die Klänge direkt aus ihren Herzen flossen. Alex Trebo, der bereits viele Jahre in Berlin lebt und mit Künstlern wie Hubert von Goisern zusammenarbeitete, eröffnete das zweite Set mit seinem Solo-Stück „Orchidea“. Währenddessen entführte Manuel Randi mit „Brezza di mare“ die Zuhörer in mediterrane Gefilde.
Ein Abend voller Inspiration
Randi, dessen musikalische Ausbildung Flamenco, Jazz, Blues und Gypsy Swing umfasst, zeigte auch sein Talent auf der Klarinette. Es war beeindruckend, wie er Johann Sebastian Bach als große Inspiration nannte, was sich etwa in seinem Stück „Passacaglia“ widerspiegelte. Trebos Kompositionen, die von seinen Aufenthalten in Brasilien inspiriert sind, füllten den Raum mit lebendigen Rhythmen und Farben. Das Stück „Kissed by the Sun“ war eine Hommage an die Schönheit eines Sonnenuntergangs, während „Fior di loto“ die Liebe thematisierte.
Ein weiteres Highlight war „One for Matelot“, ein kraftvolles Stück im Gypsy Jazz-Stil, das auf Randis Album „Illusion“ zu finden ist. Es war ein Genuss, die technische Präzision in „Hands of Joy“ zu erleben, einem älteren Stück von Randi, das die Zuhörer mit rasanter Virtuosität in seinen Bann zog. Die emotionale Tiefe der Stücke, wie etwa in „Home Service“, das die Herausforderungen des Familienlebens während des Lockdowns thematisiert, berührte das Publikum zutiefst.
Visuelle Inszenierung und Spielfreude
Die visuelle Inszenierung des Abends – unter der Leitung von Alexander Keil – trug zur besonderen Stimmung bei. Die Kombination aus klanglicher Vielfalt und technischer Souveränität der beiden Musiker war einfach beeindruckend. Randi und Trebo brachten das Publikum dazu, sich in den Klängen zu verlieren, und am Ende des Konzerts erklang „Ennio’s Suggestion“, eine wunderschöne Hommage an Ennio Morricone, die den Abend gebührend abrundete.
Jazz, wie man ihn an diesem Abend erlebte, ist mehr als nur eine Musikrichtung. Er ist ein Lebensgefühl, das von Kreativität, Spontaneität und emotionaler Ausdruckskraft geprägt ist. Die Ursprünge des Jazz in den afroamerikanischen Gemeinden der Südstaaten der USA und die ständige Entwicklung der Stilrichtungen zeigen, wie vielfältig und dynamisch diese Kunstform ist. Es ist faszinierend, die verschiedenen Einflüsse zu sehen, die den Jazz geprägt haben und weiterhin prägen.
In einem Land, in dem die Musikszene floriert, ist es keine Überraschung, dass solche Veranstaltungen stattfinden. Die Jazzszene in Österreich ist lebendig und dynamisch, und der Auftritt von Randi und Trebo ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Musik Menschen zusammenbringt und Emotionen weckt. Man kann nur hoffen, dass solche Konzerte weiterhin stattfinden und die Herzen der Zuhörer berühren. Ein Abend wie dieser bleibt unvergesslich und zeigt einmal mehr, wie kraftvoll und verbindend Musik sein kann.
