Heute ist der 24.09.2026 und in Imst war es wieder soweit: das traditionelle Weißwurstessen. Über 130 Unternehmerinnen und Unternehmer fanden sich ein, um nicht nur die deftigen Weißwürste zu genießen, sondern auch, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Gerade in dieser Zeit des Wandels war der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern besonders gefragt. Gastgeber Michael Goidinger, seines Zeichens Autohausbesitzer, ließ es sich nicht nehmen, über die aktuellen Herausforderungen und Chancen in der Automobilbranche zu sprechen. Schließlich hatte sein Autohaus schon 2018 das Weißwurstessen ausgerichtet und kennt die Bedeutung solcher Veranstaltungen nur zu gut.

Ein zentrales Thema war der Wandel der Antriebstechnik. Auch Landeshauptmann Anton Mattle sprach in seiner Rede über das neue Recht auf Kinderbildung und -betreuung sowie die Modernisierung der Fachberufsschulen. Ein wichtiger Schritt, um die zukünftige Generation für die Herausforderungen der Wirtschaft fit zu machen. Martha Schultz, die Präsidentin der WKÖ und des Wirtschaftsbundes, war ebenfalls zu Gast und forderte eine Reform der Wirtschaftskammer. Dabei ging es um die Verschlankung der Strukturen, den Abbau von Doppelgleisigkeiten und eine Reduzierung des Personalstands. Ziel ist es, die Kammerumlage 2 schrittweise zu senken, sodass Mitgliedsbetriebe bis 2030 um jährlich 100 Millionen Euro entlastet werden.

Austausch zwischen Politik und Wirtschaft

Bezirksobleute Bernhard Schöpf und Michael Gitterle unterstrichen die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Politik und Wirtschaft. Solche Gelegenheiten sind Gold wert, um Anliegen und Ideen zu teilen, die oft im Alltag untergehen. Nach dem offiziellen Teil wurde bei Weißwürsten und persönlichen Gesprächen weiter diskutiert. Die Atmosphäre war entspannt, und man spürte die Vorfreude auf die kommenden Veränderungen in der Branche.

Die Automobilbranche, die sich mitten in einem tiefgreifenden Umbruch befindet, hat mit globalem Wettbewerbsdruck und strukturellen Anpassungen zu kämpfen. Elektromobilität und softwarebasierte Geschäftsmodelle bieten neue Wachstumschancen, wie der „Automotive World of Work Outlook 2025“ der ManpowerGroup zeigt. Iwona Janas, Country Managerin der ManpowerGroup Deutschland, beschreibt die Branche als in einer Konsolidierungsphase, in der gleichzeitige Restrukturierungen und die Entwicklung elektrifizierter Geschäftsmodelle stattfinden.

Ein Blick in die Zukunft der Mobilität

Die Wettbewerbsfähigkeit wird nicht nur von Kosten, sondern auch von Kompetenzen abhängen. Unternehmen sind gefragt, aktiv zu werden und nicht abzuwarten, denn Trends wie Elektrifizierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind entscheidend. Der weltweite Markt für E-Fahrzeuge wächst rasant, mit Prognosen von über 20 Millionen Neuzulassungen im Jahr 2025. Doch der Fachkräftemangel bleibt eine große Herausforderung: 74% der Automobilunternehmen weltweit haben Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Dabei ist es wichtig, dass Unternehmen in Umschulung und Wissensmanagement investieren, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

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Das Auto der Zukunft wird als vernetzter Hochleistungscomputer beschrieben. Bis 2030 könnten softwarebasierte Geschäftsmodelle zusätzliche Umsätze von rund 1,5 Billionen US-Dollar generieren. Doch das bringt auch neue Anforderungen an die Belegschaften mit sich. Hybridkompetenzen, die technisches Wissen, Kommunikationsstärke und analytisches Denken vereinen, werden mehr denn je gefragt sein. Es bleibt spannend, wie sich die Branche weiterentwickeln wird und welche Rolle Veranstaltungen wie das Weißwurstessen dabei spielen können.