Innsbruck, die Stadt, die Kunst und Kultur atmet, hat mit der Galerie von Birgit Fraisl in der Riesengasse 8 ein ganz besonderes Kleinod. Hier wird Kunst nicht nur ausgestellt, sondern erlebbar gemacht. Anstelle eines herkömmlichen Tresens erwartet die Besucher ein Glastisch, der als Brücke zwischen Kunst und Publikum fungiert. Das Konzept von Fraisl ist erfrischend anders und fördert den Dialog. Seit über 20 Jahren bringt sie zeitgenössische Kunst in die Tiroler Landeshauptstadt.

Die Galerie selbst hat eine spannende Geschichte. 2004 wurde der Kunstverleih „Art2Rent“ mit einem beeindruckenden Andrang von 800 Gästen eröffnet. 2008 folgte die Eröffnung des artdepot in der Maximilianstraße, und während des Corona-Lockdowns wagte Fraisl den Umzug ins Gewölbe in der Riesengasse, das mittlerweile zwei Schaufenster bietet und von viel Laufkundschaft profitieren kann. Aktuell läuft dort die Werkschau des Fotografen Laurin Strele, die noch bis zum 20. Juni zu sehen ist. Fraisl zeigt, dass Kunst auch in schwierigen Zeiten einen Platz finden kann.

Förderung junger Talente

Ein zentrales Anliegen von Fraisl ist die Förderung junger Künstler:innen. Ihre Entscheidungen über Ausstellungen beruhen auf einem persönlichen Gefühl und Intuition. Nicht zu vergessen: Mindestens einmal im Jahr widmet sie sich einem gesellschaftlich relevanten Thema. Diese Herangehensweise zeigt, wie wichtig der Austausch und das Verständnis für die Kunstszene sind. Zudem ist Fraisl seit sieben Jahren gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Kunst nach 1945 und Mitglied im Ausschuss des Landesgremiums für Kunst- und Antiquitätenhandel in Tirol. Ihr Engagement geht über die Galerie hinaus – sie setzt sich für eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Branche ein und fördert Vernissagen, die als wichtige Netzwerkplattformen dienen.

Ein weiteres Highlight der Kunstszene in Innsbruck ist die Galerie Maier, die seit 1973 im Palais Trapp ansässig ist. Diese Galerie hat sich einen Namen gemacht mit einem Fokus auf klassische Moderne und zeitgenössische Kunst. Hier werden bis zu zehn Einzelpräsentationen jährlich im Erdgeschoss gezeigt, während das Obergeschoss Werke aller vertretenen Künstler beherbergt. Die Galerie ist nicht nur ein Ort für Ausstellungen, sondern auch für den Austausch über Kunst. Ein Skulpturenpark im Palais-Garten lädt zum Verweilen ein und schafft eine Verbindung zwischen Natur und Kunst. So kann man hier nicht nur Kunstwerke bewundern, sondern auch in einem inspirierenden Umfeld die Seele baumeln lassen.

Ein Netzwerk für Kunstliebhaber

Die Premierentage – Wege zur Kunst sind eine weitere Initiative, die das Kunstleben in Innsbruck beflügelt. Der Verein vereint zahlreiche Mitglieder, darunter das artdepot, die BÄCKEREI und das Kunstpavillon. Hier wird deutlich, wie viele kreative Köpfe und Institutionen in der Stadt zusammenarbeiten, um Kunst für alle zugänglich zu machen. Organisiert von Delia Salzmann und Mona Erhart, unterstützt das Team zahlreiche Künstler:innen und fördert die Vernetzung innerhalb der Szene.

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Innsbruck ist also nicht nur ein Ort, an dem Kunst ausgestellt wird, sondern ein lebendiges Netzwerk, in dem Kreativität und Austausch großgeschrieben werden. Die Galerie von Birgit Fraisl ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kunst den Menschen nähergebracht werden kann, während die Galerie Maier und die Premierentage zeigen, dass die Tiroler Künstlergemeinschaft stark und einladend ist. Kunst gehört einfach unter die Leute!

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