Bouldern und Beten: Innsbrucks neue Oase der Begegnung
In Innsbruck wird zurzeit ein spannendes Projekt umgesetzt, das sowohl Sportbegeisterte als auch Gläubige in seinen Bann ziehen könnte. In der ehemaligen Pfarrkirche Petrus Canisius entsteht eine Boulderhalle, die am 7. November 2026 eröffnet werden soll. Das Konzept dahinter? Sport, Begegnung und Seelsorge sollen hier harmonisch vereint werden. Ein Ort, wo man sich treffen, bouldern und gleichzeitig spirituelle Angebote wahrnehmen kann – klingt das nicht nach einer erfrischenden Idee?
Guntram Mattle, Geschäftsführer der Firma Steinblock und selbst ehemaliger Profiboulderer, hat die Leitung dieses Projekts übernommen. Es ist bereits sein viertes Boulderhallenprojekt, und er kann es kaum erwarten, die neue Halle zu eröffnen. Sein Ansatz ist klar: Die bestehende Architektur des Kirchenraums soll erhalten und in die neue Nutzung integriert werden. So bleibt das historische Flair der Kirche erhalten, während gleichzeitig ein moderner Sportort entsteht.
Spirituelle Angebote in neuem Gewand
Doch das ist noch nicht alles! Jeden Sonntagabend wird in der Boulderhalle ein Gottesdienst gefeiert. Außerdem wird einmal im Monat Diözesanbischof Hermann Glettler persönlich eine Heilige Messe leiten. Das klingt nach einem interessanten Mix aus Klettern und Glauben! Auch weitere Gottesdienste, darunter Taizé-Gebete und Veranstaltungen mit internationalen Schwerpunkten, sind geplant. Für kleinere Gottesdienste und Veranstaltungen der Pfarre stehen die Kapelle und der Pfarrsaal im Erdgeschoss zur Verfügung.
Die Boulderhalle wird nicht nur ein Ort für Sportler, sondern auch ein offenes und einladendes Umfeld für die gesamte Community schaffen. Die Zusammenarbeit zwischen Steinblock IBK GmbH, der Diözese Innsbruck und der Stadt Innsbruck sorgt dafür, dass das Projekt auf soliden Grundlagen steht. Bürgermeister Johannes Anzengruber hat bereits angekündigt, dass die Arthur-Haidl-Promenade, wo die Boulderhalle angesiedelt ist, neu gestaltet wird. Die Pläne umfassen auch öffentliche Gastronomie sowie verbesserte Fuß- und Radwegverbindungen. So wird die gesamte Umgebung aufgewertet.
Ein Treffpunkt für die Bevölkerung
Das Ziel? Einen offenen Treffpunkt für die Bevölkerung schaffen und den Stadtteil Höttinger Au aufwerten. Mit der Boulderhalle entsteht ein erweitertes Sport- und Freizeitangebot, das auch das zukünftige Höttinger Hallenbad, das für 2033 geplant ist, ergänzen soll. Es ist schön zu sehen, wie hier nicht nur ein neuer Sportort, sondern auch ein Ort der Begegnung entsteht, der Menschen zusammenbringt.
In einer Zeit, wo der Druck des Alltags oft überwältigend ist, könnte dieser Ort eine willkommene Oase sein – sei es, um sich beim Bouldern auszupowern oder um sich in einer spirituellen Atmosphäre zu besinnen. Ein bisschen Klettern, ein bisschen Gebet – klingt nach einem gelungenen Konzept für die Zukunft.
