Am 7. Oktober 2026 war in Jennersdorf richtig was los! Der Eisschützenverein (ESV) Deutsch Kaltenbrunn feierte sein 50-jähriges Bestehen und die Atmosphäre war einfach grandios. Mit viel Herzblut und einer Portion Nostalgie blickten die Mitglieder und Gäste auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück. An diesem besonderen Tag wurde nicht nur das Jubiläum gefeiert, sondern auch die Leidenschaft für den Eisstocksport, die tief in der Region verwurzelt ist.

Der Verein wurde am 23. März 1976 als Sektion des Sportvereins Deutsch Kaltenbrunn gegründet. Josef Tauss und Margarete Jany, die Gründungsmitglieder, wären stolz auf die Entwicklung, die ihr Verein genommen hat. 1993 wurde der ESV Deutsch Kaltenbrunn ein eigenständiger Verein, und Franz Lutterschmied spielte dabei eine entscheidende Rolle. In der Saison 1995/96 wurde der örtliche Eislaufplatz sogar mit einer Natureisfläche ausgestattet – ein wahrer Glücksgriff für die Eisschützen.

Ein Blick auf die Vereinsgeschichte

Andreas Simandl, der seit 2017 Obmann ist, führt die Geschicke des Vereins mit viel Engagement. Davor war Josef Loibl von 2000 bis 2012 im Amt und unter seiner Leitung erlebte das Vereinsgelände eine umfassende Weiterentwicklung. Von 2007 bis 2012 wurde die Vereinshütte umgebaut und saniert. Heute zählt der ESV rund 135 Mitglieder, die nicht nur die Tradition des Eisstocksports pflegen, sondern auch aktiv an Wettbewerben teilnehmen. Landesmeisterschaften, Landesliga und sogar Damen- und Einzelbewerbe stehen auf dem Programm. Es ist also wirklich was los auf dem Eis!

Eisstocksport selbst ist eine moderne Sportart mit jahrhundertealter Tradition. Man kann ihn im Winter auf Natur- oder Kunsteis und im Sommer auf Asphalt-, Betonpflaster- oder Kunststoffbahnen spielen. Die Vielseitigkeit macht ihn zu einem Sport, der alle Altersgruppen anspricht – von Jung bis Alt. Besonders in den kälteren Monaten bietet sich die Möglichkeit, den Sport als Leistungssport oder einfach nur zur Freizeitgestaltung auszuüben. Was gibt es Schöneres, als nach einem langen Tag auf dem Eis zu stehen und den Stress des Alltags hinter sich zu lassen?

Der Sport und seine Faszination

Eisstocksport hat sich vor allem in Bayern und Österreich zu einem Volkssport entwickelt. Die ersten Ansätze für sportliche Wettkämpfe gab es bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und in den 1930er Jahren wurden die ersten Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Ein ganz besonderes Highlight war der Vorführwettbewerb bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Es ist faszinierend, wie dieser Sport von Bauern und Handwerkern geschätzt wurde, um die Winteruntätigkeit zu überwinden. Heute wird Eisstocksport nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Südamerika, Australien, Afrika und Asien betrieben.

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Die International Federation Icestocksport (IFI) vereint alle Nationen und seit 1951 werden Europa- und seit 1983 Weltmeisterschaften ausgetragen. In Deutschland ist der Sport in fast allen Bundesländern wettkampfmäßig etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit in vielen Wintersportorten. Das Sportgerät selbst hat sich über die Jahre weiterentwickelt: Der Stock besteht aus einem Stockkörper, Laufsohlen und einem Stiel. Das Gesamtgewicht liegt zwischen 4,57 und 5,41 kg, wobei für die Jüngsten ein leichterer Stockkörper zur Verfügung steht.

Wettbewerbe und Gemeinschaft

Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei 4er-Mannschaften, ihre Stöcke möglichst nah an die „Daube“ zu bringen. Das Spielfeld ist 28 Meter lang und 3 Meter breit, und ein Spiel besteht aus sechs Durchgängen. Auch Einzelwettbewerbe, bei denen die Spieler um die höchste Punktzahl kämpfen, gehören dazu. Der derzeitige Weltrekord im Weitenwettbewerb liegt bei beeindruckenden 566 Metern!

Das Besondere am Eisstocksport ist die Gemeinschaft. Nach den Spielen trifft man sich, plaudert, lacht und feiert gemeinsam die Erfolge. Es ist ein Sport, der nicht nur den Wettkampfgeist weckt, sondern auch das Miteinander fördert. Und so wird der ESV Deutsch Kaltenbrunn auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der regionalen Sportlandschaft spielen.