Raiding stand von Freitag bis Montag ganz im Zeichen des Schachs: Erstmals wurden dort die offenen burgenländischen Schach-Landesmeisterschaften und die Senioren-Landesmeisterschaften ausgetragen. 40 Spielerinnen und Spieler gingen in sieben Runden an die Bretter.

Das Teilnehmerfeld war bemerkenswert breit aufgestellt. Die jüngsten saßen gerade einmal sieben Jahre alt am Brett, der älteste Teilnehmer war 88. Sogar ein Spieler aus Australien war dabei – Schach kennt offenbar weder Altersgrenzen noch allzu enge Ortsgrenzen.

Herbst holt den Landesmeistertitel

Den burgenländischen Landesmeistertitel sicherte sich Daniel Herbst vom SK Lackenbach. Robert Hupfer vom SV Oberwart belegte den zweiten Platz, Rang drei ging an Rainer Julian Benesch vom SK Neufeld-Steinbrunn.

Auch bei den Senioren wurde um Titel gespielt. Hermann Galavits, ebenfalls vom SK Lackenbach, gewann die Klasse S50. In der Klasse S65 setzte sich sein Vereinskollege Boris Sauper durch.

Die Kategoriepreise nach ELO-Wertung gingen an Lorenz Karall vom SK Bad Sauerbrunn für die Klasse unter 1900 ELO, an Elias Erhardt vom SV Union Raiding für die Klasse unter 1700 ELO sowie an James Platzer vom SK Bad Sauerbrunn für die Klasse unter 1400 ELO.

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Pokale aus Vereinswerkstatt

Für einen persönlichen Akzent sorgten die Trophäen: Vereinsmitglied Tobias Grund entwarf und fertigte die Pokale eigens für das Turnier. Organisiert wurde die Veranstaltung vom SV Union Raiding. Bürgermeister Markus Landauer gratulierte Obmann Stefan Schekolin zur Durchführung. Als Hauptsponsor wurde die Sportunion genannt.

Wie lebendig die burgenländische Schachszene ist, zeigte wenige Tage später auch ein Blick nach Kittsee: Am 24. September 2026 wurde dort das 13. Kittseer STRÖCK-Schachturnier ausgetragen. Zum fünften Mal diente der barocke Haberlandt-Festsaal des Schlosses als Spielort.

Organisator Josef Kovacs vom Schachklub Kittsee verzeichnete 85 Anmeldungen von Erwachsenen und Jugendlichen. Mit Großmeister Rainer Buhmann war zudem ein international starker Spieler am Start; seine Elo-Zahl betrug 2548. Als Hauptschiedsrichter fungierte erneut Ing. Hans Drescher, der Landesspielleiter des Burgenländischen Schachverbands.