Am 1. Juni 2023 übernahm Chefinspektor Josef Samonig die Leitung der Flugeinsatzstelle Klagenfurt. Mit 56 Jahren und einer beeindruckenden Karriere im Bundesministerium für Inneres bringt er eine Fülle an Erfahrung in seine neue Position. Samonig, der seit 23 Jahren als Berufshubschrauberpilot tätig ist und bereits rund 4.600 Flugstunden absolviert hat, hat sich in der Luftrettung einen Namen gemacht. Vor seinem Wechsel zur Flugeinsatzstelle Klagenfurt im Jahr 2009 war er in Wien und im gesamten Bundesgebiet aktiv. In Klagenfurt wirkte er etwa sechs Jahre als stellvertretender Leiter und hat nebenberuflich von 2013 bis 2020 als Rettungspilot beim Rettungshubschrauber RK 1 der ARA-Flugrettung in Fresach gedient.

Samonig hebt die Bedeutung der Flugeinsatzstelle Klagenfurt für die Sicherheit der Menschen in Kärnten und darüber hinaus hervor. „Es ist wichtig, dass wir den Standort zukunftssicher weiterentwickeln“, sagt er. So plant er, die Zusammenarbeit mit der Kärntner Exekutive und anderen Einsatzorganisationen auszubauen. Seine Erfahrung aus Modernisierungsprojekten der Flugpolizei, unter anderem die Einführung eines Safety- und Compliance-Systems, wird ihm dabei zugutekommen. Samonig war auch an dem Projekt „Flugeinsatzstelle Klagenfurt Neu“ beteiligt, was seine tiefe Verbundenheit mit der Region und den Menschen zeigt.

Erfahrungen und Einsätze

Die Liste seiner Einsätze ist lang und beeindruckend. Samonig hat an zahlreichen Einsätzen im In- und Ausland teilgenommen, darunter der Großbrand in Nova Gorica im Jahr 2022 und die Waldbrandkatastrophe im Lesachtal im Jahr 2023. Für seine Verdienste um die Sicherheit erhielt er mehrere Auszeichnungen, sowohl von der Republik Österreich als auch von dem Land Kärnten und anderen Blaulichtorganisationen. Da merkt man gleich, wie wichtig ihm die Sicherheit der Bevölkerung ist.

In Österreich hat die Flugeinsatzstelle Klagenfurt eine besonders bedeutende Rolle. Die Notarzthubschrauber sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens. Seit 1983, als das Notarzthubschrauber-Programm durch den ÖAMTC mit Christophorus 1 ins Leben gerufen wurde, hat sich viel getan. Aktuell sind 18 Standorte mit Notarzthubschraubern, wie den Typen EC 135 und H135, im Einsatz. Die Crews stehen täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in permanenter Einsatzbereitschaft bereit, um schnell und effektiv helfen zu können.

Optimale Notfallversorgung

Besonders spannend ist, dass einige Christophorus-Standorte im Hochsommer bereits um 6:00 Uhr in den Dienst starten. Christophorus 2 in Krems, Christophorus 17 in St. Michael und Christophorus 14 in Niederöblarn fliegen sogar im 24-Stunden-Betrieb. Dies zeigt, wie wichtig eine optimale Notfallversorgung der Bevölkerung ist. In Klagenfurt können die Notarzthubschrauber während der Herbst- und Wintermonate bis mindestens 20 Uhr disponiert werden, was die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert.

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Mit Josef Samonig an der Spitze der Flugeinsatzstelle Klagenfurt darf man auf die Weiterentwicklung und die zukünftigen Projekte gespannt sein. Seine Leidenschaft und sein Engagement für die Luftrettung werden nicht nur Klagenfurt, sondern ganz Kärnten zugutekommen.