Jubiläumsfeier der Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken
Am vergangenen Sonntag fand in der Klosterkirche des Mutterhauses in Bad Mühllacken eine bewegende Jubiläumsfeier der Marienschwestern vom Karmel statt. Vier Schwestern feierten ihre Professjubiläen, ein Anlass, der nicht nur für die Jubilarinnen selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft von großer Bedeutung war. Der Festgottesdienst wurde unter der Leitung von Bischofsvikar Adi Trawöger zelebriert, der mit einer Reihe von Mitbrüdern, darunter P. Paul Weingartner OCD, Msgr. Ewald Kiener und P. Josef Pichler OSFS, der Feier einen feierlichen Rahmen gab.
Die musikalische Gestaltung übernahmen Mitschwestern sowie Matthäus Edinger an der Orgel und die Familie Haderer, die mit Trompete, Klarinette und Querflöte für eine festliche Atmosphäre sorgten.
In ihrer Ansprache würdigte die Generaloberin Schwester M. Margret Grill das außergewöhnliche Leben der Jubilarinnen. So feierte Sr. M. Leopoldine Hollnsteiner aus Piberbach/Kematen an der Krems ihr 70-jähriges Professjubiläum. Sie ist seit 41 Jahren in der Pflege kranker Menschen tätig, vor allem im Krankenhaus Kirchdorf und im Kurhaus Bad Mühllacken. Darüber hinaus bringt sie seit 2005 ihre Erfahrungen im Mutterhaus ein, wo sie 12 Jahre als Hausoberin wirkte. Auch Sr. M. Reintraud Hattmannsdorfer aus St. Georgen an der Gusen, die ihr 65-jähriges Jubiläum feierte, erhielt viel Anerkennung. Sie war 53 Jahre als Kneipp-Bademeisterin in Bad Kreuzen und Aspach aktiv und lebt seit 2017 im Mutterhaus.
Die 60 Jahre Professjubiläum feierte Sr. M. Judith Leithner aus Pfarrkirchen im Mühlkreis, die sich für Patienten im Krankenhaus Kirchdorf sowie für Gäste in Aspach und Bad Kreuzen eingesetzt hat. Sr. M. Bernadette Steiner aus Pabneukirchen, die 50 Jahre Professjubiläum feierte, ist Schneidermeisterin und Lehrerin für textiles Werken und fertigt Ordenskleidung an. Zudem leitete sie 30 Jahre die Ordensausbildung und war 24 Jahre Generalvikarin. Seit 2017 ist sie Hausoberin im Mutterhaus.
Ein feierliches Versprechen
Im Rahmen des Gottesdienstes erneuerten die Jubilarinnen ihre Ordensprofess und bekräftigten die Versprechen, die sie einst gegeben hatten. Bischofsvikar Trawöger nutzte die Gelegenheit, um über die Kraft der Begegnung zu predigen und verwies auf das biblische Beispiel von Maria und Elisabeth. Besonders eindringlich betonte er die Bedeutung wertschätzender Begegnungen und deren Einfluss auf unser Leben. Die Jubilarinnen wurden nicht nur als „Edelsteine“ (Saphir, Diamant) und „Edelmetalle“ (Gold) gewürdigt, sondern auch als lebendige Zeugnisse des Glaubens.
Nach dem Gottesdienst kam die Gemeinschaft im neuen Mutterhaus in Bad Mühllacken zu einem geselligen Beisammensein zusammen. Es war ein herzlicher Moment des Miteinanders, der das Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit stärkte.
Die Marienschwestern vom Karmel sind seit 1860 in Österreich aktiv und haben ihre Spuren auch in Deutschland und Uganda hinterlassen. Aktuell leben 43 Schwestern in Österreich und engagieren sich in verschiedenen Einrichtungen und Fachschulen. Ihr Wirken erstreckt sich über viele Bereiche, von der Pflege über die Bildung bis hin zu sozialen Projekten. Es ist eine beeindruckende Gemeinschaft, die sich seit Generationen dem Dienst an den Menschen verschrieben hat [1].
In den letzten Jahren gab es zahlreiche Jubiläen, wie etwa am 21. Juni 2025, als acht Marienschwestern ihr Professjubiläum feierten. Diese Tradition zeigt das unermüdliche Engagement der Schwestern und ihr tiefes Eintauchen in den Dienst für die Gemeinschaft und die Gesellschaft [2].
Die Marienschwestern vom Karmel sind nicht nur eine Ordensgemeinschaft, sondern ein lebendiges Beispiel für Nächstenliebe und Hingabe, die auch in Zukunft viele Menschen inspirieren wird [3].
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