Der Holzstraßenkirchtag ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region und erfreut sich großer Beliebtheit. In diesem Jahr findet das 30. Jubiläum des Festes auf der Flattnitz statt, und es wird als „Drei-Länder-Fest“ gefeiert. Der Event zieht nicht nur Einheimische an, sondern auch Tausende von Gästen aus der ganzen Umgebung. Die Veranstaltung hat sich seit 1995 enorm entwickelt: von 30 Ausstellern und 1.000 Besuchern auf über 100 Produzenten und mittlerweile 5.000 Gästen. Das macht deutlich, wie wichtig dieser Tag für die Region ist. Die wirtschaftliche Bedeutung lässt sich nicht leugnen, denn der Holzstraßenkirchtag wirkt sich positiv auf die lokale Wirtschaft aus, was sicher auch die Organisatoren erfreut!
Organisiert wird der Holzstraßenkirchtag von den Gemeinden Glödnitz und Metnitz in enger Zusammenarbeit mit der Holzstraße. Rund 120 Aussteller präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen. Der Verein Kärntner Holzstraße, der 18 Mitgliedsgemeinden umfasst, wurde gegründet, um die Wertschöpfungskette von Wald und Holz zu verbessern. Die Veranstaltung findet vom 11. bis 12. Juli statt und bietet den Besuchern die Möglichkeit, die Vielfalt und Qualität der Holzprodukte aus der Region kennenzulernen. Es ist schon fast eine Art Pilgerreise für Holzliebhaber!
Wirtschaftliche Relevanz der Forst- und Holzwirtschaft
Die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft geht jedoch weit über dieses Fest hinaus. Studien des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und Economica aus März 2021 belegen, dass der Sektor eine direkte Bruttowertschöpfung von 11,3 Milliarden Euro generiert. Das entspricht 3,2 % der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung! Kaum zu fassen, oder? Erstaunliche 300.000 Arbeitsplätze werden durch diese Branche gesichert, was zeigt, wie viele Menschen von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung profitieren. Die Gesamtwertschöpfung entlang der gesamten Kette beträgt sogar rund 20 Milliarden Euro. Jeder 17. Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, stammt aus diesem Sektor.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Holzstraßenkirchtag nicht nur ein Fest ist, sondern auch eine Plattform, die die Wertschöpfungskette von der Forstwirtschaft über die Sägeindustrie bis hin zur Bauwirtschaft beleuchtet. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie lokale Traditionen und moderne wirtschaftliche Bedürfnisse miteinander verknüpft werden können. Eine verstärkte Holzverwendung in der Bauwirtschaft könnte sogar 80 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung und 1.400 neue Arbeitsplätze schaffen – das ist doch eine Anregung, die man nicht ignorieren kann!
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
Die nachhaltige Waldbewirtschaftung sorgt dafür, dass mehr Holz nachwächst, als entnommen wird. So bleibt nicht nur die Natur im Gleichgewicht, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage der Region stabil. Ein weiteres spannendes Detail: Die Produktion von Kraftstoff aus Holz könnte 1.400 Arbeitsplätze schaffen und 90 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr erzeugen! Das reduziert nicht nur die Treibhausgasemissionen, sondern trägt auch zur Fernwärmeproduktion bei.
Wenn man bedenkt, dass Österreich eine Waldfläche von rund 48 % der Staatsfläche hat, wird einem klar, welches Potenzial in der Holzverwendung steckt. Die Verbindung zwischen Tradition und moderne Technik ist entscheidend – und der Holzstraßenkirchtag ist ein perfektes Beispiel dafür, wie man die Wurzeln der Region feiert und gleichzeitig die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellt.
