Am 12. Mai 2026 fand in Feldkirchen ein ganz besonderer Tag statt. Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und Bürgermeister Martin Treffner besuchten mehrere lokale Betriebe. Ziel dieser Besuche war es, nicht nur einen Einblick in die tägliche Arbeit der Unternehmen zu bekommen, sondern auch um einen direkten Austausch zur Wirtschaftspolitik zu führen. Anwesend war auch der KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds), der den Unternehmen Beratung zu Investitions- und Fördermöglichkeiten anbot. Ein echtes Highlight für die lokale Wirtschaft!
Der erste Stopp führte die beiden Politiker zum Kfz-Betrieb Andreas Stranig Karosserie, der bereits seit 1978 besteht. Diese Fachwerkstätte hat sich auf rollstuhlgerechte Fahrzeugumbauten spezialisiert und ist damit die einzige ihrer Art in Kärnten. Hier wird nicht nur Handwerk, sondern auch viel Herz in die Arbeit gesteckt. Der nächste Besuch galt der Spenglerei und Dachdeckerei Leopold, einem Traditionsbetrieb, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert. Mit einer gelungenen Kombination aus Erfahrung und moderner Technik ist dieser Betrieb nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein Ausbildungsbetrieb, der frischen Wind in die Branche bringt.
Ein Blick auf die Tradition und Innovation
Der letzte Besuch führte zu einem Familienunternehmen, das in Feldkirchen tief verwurzelt ist: Breschan Papier. Mit stolzen 110 Jahren auf dem Buckel feiert dieses Unternehmen nicht nur sein Bestehen, sondern prägt auch das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Region entscheidend. Bekannt für seine Produkte wie Bücher, Bürobedarf und Spielwaren, ist Breschan Papier ein echter Anker in der Gemeinschaft.
Schuschnig hob während der Besuche das Engagement, die Innovationskraft und die Verantwortung der regionalen Traditionsbetriebe hervor. Diese Unternehmen schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern tragen auch maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung bei. Doch die Rahmenbedingungen sind nicht immer einfach. In Österreich müssen Unternehmen jährlich 320 Millionen Arbeitsstunden für Bürokratie aufwenden – das sind rund 200.000 Arbeitskräfte! Die Bürokratie verursacht den Firmen jährliche Kosten von 21,1 Milliarden Euro, was etwa 669 Euro pro Sekunde entspricht. Eine unfassbare Zahl, die zum Nachdenken anregt.
Ein breiter Blick auf die Wirtschaft
<pDoch wie sieht es eigentlich in anderen Regionen aus? In Deutschland, wo über 3,8 Millionen Niederlassungen im Jahr 2024 verzeichnet wurden, gibt es eine spannende Entwicklung. Interaktive Karten von Statistischen Ämtern zeigen die wirtschaftlichen Stärken und Schwächen der verschiedenen Regionen. Über 40 Millionen Menschen sind dort abhängig beschäftigt, wobei ein Drittel dieser Beschäftigten in großen Verdichtungsräumen wie Rhein-Ruhr oder München arbeitet. Diese Daten sind nicht nur für die Wirtschaftspolitik interessant, sondern auch für jeden, der sich für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Österreich interessiert.
Ein Blick auf die Förderprogramme ist ebenfalls aufschlussreich. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es in Deutschland ein Gesamtdeutsches Fördersystem, das strukturschwache Regionen unterstützen soll. Mit 20 Förderprogrammen aus sieben Ressorts wird versucht, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Hierbei geht es um Investitionen, Innovationen und den Ausbau der Infrastruktur – alles Punkte, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich von Bedeutung sind.
So zeigt sich, dass hinter jedem kleinen Unternehmen eine große Geschichte steckt und dass der Austausch zwischen Wirtschaftstreibenden und der Politik mehr als wichtig ist. Solche Besuche sind eine schöne Gelegenheit, um die Herausforderungen und Chancen, die in der Wirtschaft stecken, hautnah zu erleben.