In Feldkirchen hat sich ein ganz besonderer Ort etabliert: Mario Haber hat mit seinem karibischen Imbisspavillon „Faiasalamanda“ die Herzen der Anwohner erobert. Unterstützt von seiner Familie, Freunden und sogar der Feuerwehr Waiern, hat er sich nicht nur einen Traum erfüllt, sondern auch eine kleine Gemeinschaft geschaffen. Man könnte sagen, das ganze Dorf steht hinter ihm.
Die Möbel des Imbiss sind ein weiteres Highlight: Sie wurden aus 40 Paletten gefertigt, die Haber von einem Lokalbetreiber günstig ergattert hat. Da steckt die Kreativität förmlich in der Luft! Der Pavillon hat täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet, ausgenommen an Regentagen – dann kann es schon mal ruhiger werden. Aber was macht schon ein bisschen Regen, wenn die karibische Atmosphäre lockt?
Integration und Unterstützung
Besonders berührend ist die Geschichte von Jörg Wasserfaller, der unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidet. Er wird stunden- und tageweise im Imbiss arbeiten. Mario und Jörg haben sich im Winter kennengelernt und sofort gut verstanden. Jörg Schrottenbach von „neuewege“ begleitet ihn dabei, denn die Organisation bietet psychosoziale Unterstützung und fördert die individuelle Entwicklung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Das ist nicht nur ein Job, das ist eine Chance für Jörg, Teil der Gemeinschaft zu sein.
„Neuewege“ hat über 30 Einrichtungen in Oberösterreich, Wien, Burgenland und Kärnten, und ist damit ein wichtiger Akteur im Bereich der sozialen Integration. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich lokale Initiativen gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen können.
Der Blick über die Grenzen
Wenn man über soziale Integration und Unternehmertum spricht, sollte man auch einen Blick nach Kuba werfen. Dort setzt sich die Hilfsorganisation Camaquito für Unternehmensgründer:innen ein, um jungen Menschen Perspektiven zu bieten. Camaquito ist politisch und konfessionell unabhängig und unterstützt Gründer:innen mit finanzieller Starthilfe sowie fachlicher Beratung in Bereichen wie Steuerrecht und Betriebswirtschaft. Es ist spannend zu sehen, wie solche Initiativen nicht nur in Österreich, sondern global wirken.
Gegründet von Mark Kuster vor 21 Jahren, hat Camaquito seither eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht und arbeitet eng mit der TH Köln zusammen. Diese Kooperation ermöglicht es, Wissen und Ressourcen zu bündeln, um das Unternehmertum in Kuba zu fördern. Camaquito ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie soziale Verantwortung und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen können.
Insgesamt zeigt die Geschichte von Mario Haber und seinem „Faiasalamanda“ in Feldkirchen, wie wichtig Unterstützung und Gemeinschaft sind. Wenn Menschen zusammenarbeiten, um Träume zu verwirklichen, entsteht etwas Wunderschönes. Und wer weiß, vielleicht inspiriert dieses kleine Paradies im Herzen von Feldkirchen auch andere, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.