In Feldkirchen an der Donau tut sich momentan einiges! Das OÖ Landesarchiv, das viele Jahre an der Linzer Anzengruberstraße beheimatet war, wird bald ins malerische Schloss Bergheim übersiedeln. Ein Projekt, das nicht nur einen Umzug, sondern auch eine umfassende Neugestaltung des Archivs mit sich bringt. Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2027 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein – das ist ein ehrgeiziger Zeitplan!
Doch was genau erwartet uns im neuen Archiv? Geplant sind moderne Räumlichkeiten, darunter ein Publikumsbereich mit einem großzügigen Lesesaal und einem Veranstaltungssaal. Außerdem wird ein neu errichteter Archivalienspeicher entstehen, der für die Unterbringung wertvoller Dokumente und Schätze des Landes sorgen wird. Die Sieger des Architekturwettbewerbs, JUUST Architektur ZT e.U. aus Wolfsberg und das Architekturbüro Pittino & Ortner ZT GmbH aus Graz, haben mit ihrem klar strukturierten Konzept und der gelungenen Fassadengestaltung überzeugt. Insgesamt 66 Architekturbüros haben sich am Wettbewerb beteiligt, und das Siegerprojekt hat es wirklich in sich!
Finanzierung und Nachnutzung des Schlosses
Die Finanzierung des gesamten Vorhabens beläuft sich auf rund 32 Millionen Euro und wurde einstimmig vom Landtag beschlossen. Ein wichtiger Schritt für die Region, denn die landwirtschaftliche Fachschule, die aktuell im Schloss Bergheim untergebracht ist, wird zum Semesterende ins Ausbildungszentrum Waizenkirchen übersiedeln. Bürgermeister David Allerstorfer zeigt sich über die Nachnutzung des Schlosses erfreut. Immerhin bleiben wichtige Einrichtungen wie das Standesamt, der Bauhof und das Altstoffsammelzentrum im Schloss, sodass das historische Gebäude auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Gemeindeleben spielt.
Das OÖ Landesarchiv hat sich in einem anderen Licht gezeigt, als eine Online-Petition des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der JKU Linz für den Erhalt des Standorts Linz ins Leben gerufen wurde. Die Petition erreichte 998 Unterschriften, das Ziel waren 2.000 Stimmen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Bürgerinnen und Bürger der Region ihre Stimme noch lauter erheben werden.
Architektonische Herausforderungen
Das Projekt umfasst nicht nur den Neubau eines Archivspeichers, sondern auch den Umbau bestehender Gebäude auf dem Areal des Schlosses Bergheim. Die Ausschreibung für die Generalplanung wurde bereits veröffentlicht, und interessierte Architekturbüros müssen ihre Interessensbekundungen über eine e-Vergabeplattform einreichen. Die Anforderungen sind hoch: Es gibt strenge Ausschlussgründe, die sicherstellen sollen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Korruption, Geldwäsche oder sogar Kinderarbeit haben hier keinen Platz!
Die Vorfreude auf das neue OÖ Landesarchiv ist spürbar. Es wird spannend zu sehen, wie die Bauarbeiten voranschreiten und wie das Schloss Bergheim nach der Sanierung im neuen Glanz erstrahlen wird. Dieses Projekt könnte nicht nur die Region aufwerten, sondern auch das kulturelle Erbe Oberösterreichs stärken und den Bürgern eine moderne Anlaufstelle für historische Recherchen bieten.
Wer mehr über das Vorhaben erfahren möchte, kann sich direkt auf der Webseite der Quelle informieren.