In Feldkirchen, wo die Tiebel sanft durch die Landschaft fließt, wird gerade ein spannendes Projekt realisiert: Der Bau eines modernen Schaukraftwerks, das die lange Tradition der Wassernutzung in der Region aufgreift. An der Stelle, an der früher die Ressmann-Mühle stand – ja, die gab es wirklich, bis sie 2000 abgerissen wurde – entsteht jetzt ein Ort, der nicht nur nachhaltig Energie erzeugt, sondern auch die Geschichte der Wasserkraft lebendig hält.

Projektleiter Herbert Graier, der bereits seit 14 Jahren eine Kleinwasserkraftanlage betreibt, ist voller Tatendrang. Die bestehende Anlage in der Oberen Tiebelgasse produziert seit 1885 nachhaltige Energie. Das neue E-Werk wird mit einer speziellen Kaplan-Turbine ausgestattet, die im Juli installiert werden soll. Diese Turbine, entwickelt von EFG Turbinenbau, wird von einem innovativen Permanentmagnet-Generator aus dem Hause Hitzinger unterstützt. Das Besondere daran? Diese Generatoren sind erstmals in dieser Form konstruiert worden und bieten die Möglichkeit, die Abwärme für andere Zwecke zu nutzen. Das klingt doch nach effizienter Energieproduktion!

Die Details des Projekts

Die Vorarbeiten für das Schaukraftwerk zogen sich etwas länger hin als geplant, da bei den Abrissarbeiten Betonreste entfernt werden mussten. Die Zusammenarbeit mit der Firma WL Bau und dem Vorarbeiter Christian Wuggenig funktionierte jedoch gut. Die Tiebel selbst, ein 22 Kilometer langer Fluss mit einer durchschnittlichen Schüttung von 360 Litern pro Sekunde, war historisch gesehen eine wichtige Wasserquelle für Mühlen und andere Handwerksbetriebe. Nach der Fertigstellung des Schaukraftwerks wird es insgesamt 19 Kleinwasserkraftwerke in der Region geben, die zusammen etwa 6.180.000 kWh produzieren – das reicht für rund 1.800 Haushalte!

Die Investition in das Schaukraftwerk beläuft sich auf 400.000 Euro. Mit einer Engpassleistung von 35 kW und einer geplanten Jahresproduktion von 250.000 kWh wird es etwa 70 Haushalte versorgen können. Besonders erfreulich: Die jährliche CO₂-Einsparung wird bei etwa 180 Tonnen liegen. Das ist nicht nur ein Gewinn für das Klima, sondern auch ein Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energiezukunft für Feldkirchen und darüber hinaus. Die Wassermenge der Oberen Tiebelgasse wird hier also nicht nur wieder für die Stromerzeugung genutzt, sondern auch Teil einer Geschichte, die schon seit vielen Generationen erzählt wird.

Ein Schritt in die Zukunft

Das Schaukraftwerk liegt am „Weg der Wasserkraft“, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Region nicht nur auf ihre Tradition setzt, sondern auch den Blick nach vorn richtet. Die historische Nutzung der Tiebel wird neu interpretiert, und das moderne Kraftwerk wird sicher viele Besucher anziehen, die sich für erneuerbare Energien interessieren und mehr über die faszinierende Welt der Wasserkraft erfahren möchten.

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Wasserkraft ist nicht nur in Österreich ein bedeutendes Thema, sondern auch international. Studien und Berichte, wie die des Umweltbundesamtes, zeigen das große Potenzial dieser Energiequelle auf. Mit dem Schaukraftwerk in Feldkirchen wird ein weiterer Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Energiezukunft gemacht. Die Kombination aus traditionellem Handwerk und moderner Technik ist einfach beeindruckend.