In Feldkirchen gibt es einen Ort, der nicht nur Halt gibt, sondern auch die Selbstständigkeit seiner Besucher fördert. Die Tagesbetreuung des Samariterbundes ist mehr als nur eine Anlaufstelle – sie ist ein Raum des Ankommens und des neuen Auflebens. Hier wird nicht nur gesorgt, sondern das Leben aktiv gestaltet. Von Montag bis Donnerstag können Interessierte vorbeikommen und sich direkt vor Ort informieren. Wer Fragen hat, darf sich gerne an die Leiterin Angelika Thumfart wenden, die unter der Nummer 0664/88664947 erreichbar ist. Diese Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität der Besucher zu steigern und deren Angehörige zu entlasten. Ein wichtiges Ziel, denn regelmäßige Betreuung kann dazu beitragen, kostenintensive Folgemaßnahmen, wie etwa vorzeitige Heimunterbringung, hinauszuzögern oder gar zu vermeiden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Bewegung und Begegnung. Aktivitäten wie Spaziergänge, Sitztanz und Atemübungen sind nicht nur gesund, sie fördern auch den sozialen Austausch. Die Tagesbetreuung wird mittlerweile als ein unverzichtbarer Baustein im regionalen Pflegesystem angesehen. Das ist nicht nur für die Besucher wichtig, sondern auch für ihre Angehörigen, die oft stark belastet sind. Hier wird also eine win-win-Situation geschaffen, die allen Beteiligten zugutekommt.
Aktivierende Pflege und ihre Bedeutung
Ein zentraler Aspekt, der sich durch die Tagesbetreuung zieht, ist das Konzept der aktivierenden Pflege. Dabei handelt es sich nicht um einen fest definierten Begriff, sondern um eine Philosophie, die die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit pflegebedürftiger Menschen in den Vordergrund stellt. Das Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ beschreibt das Ziel dieser Pflegeform sehr gut. Es geht darum, das Selbstvertrauen der Pflegebedürftigen zu stärken und verlorene Fähigkeiten zu erhalten oder gar wiederzugewinnen.
Aktivierende Pflege ist Teil eines neuen Pflegeverständnisses, das sich zunehmend in der professionellen Pflege durchsetzt. Viele ältere Menschen verlieren im Lauf der Zeit Kraft und Energie. Handgriffe, die früher ganz selbstverständlich waren, stellen plötzlich eine Herausforderung dar. Das kann zu Resignation und Antriebslosigkeit führen. Aktivierende Pflege soll dem entgegenwirken und die Lebensqualität steigern. Sie zielt darauf ab, die verbleibenden Fähigkeiten zu stärken und nicht auf die Defizite zu fokussieren.
Vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Selbstständigkeit
Diese Art der Pflege findet nicht nur innerhalb typischer Versorgungssituationen statt. Vielmehr wird sie in verschiedenen Lebensbereichen angewendet: von der Mobilität über kognitive und kommunikative Fähigkeiten bis hin zur Selbstversorgung. Auch der Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen wird in den Fokus gerückt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die soziale Interaktion, die durch Aktivitäten mit anderen gefördert wird.
Die Tagesbetreuung in Feldkirchen nutzt aktivierende Pflegeansätze, um die körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte der Besucher zu stärken. Hier wird nicht entmündigt, sondern die Eigenständigkeit gefördert. Pflegekräfte und Angehörige helfen bei alltäglichen Aufgaben, ohne diese vollständig zu übernehmen. Das ist nicht nur eine Erleichterung für die Betroffenen, sondern trägt auch zur Verbesserung ihres Selbstwertgefühls bei.
Faszinierend ist, dass aktivierende Pflege auch bei Demenz eingesetzt wird. Hierbei wird versucht, vorhandene Fähigkeiten und das Selbstwertgefühl der Betroffenen zu erhalten. Die Aktivitäten sind oft so gestaltet, dass sie vertraute Handlungen und klare Strukturen bieten, was den Menschen Sicherheit gibt. Hilfsmittel wie Haltegriffe oder Anziehhilfen können zusätzlich unterstützen, ebenso wie Wohnraumanpassungen, die die Selbstständigkeit fördern.
Ein Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen zeigt, dass die Pflegeversicherung die Kosten für aktivierende Maßnahmen und Pflegehilfsmittel übernimmt. Der § 11 SGB XI regelt die Erhaltung oder Wiederherstellung der selbstständigen Lebensführung. Das Ziel ist klar: Die Selbstpflegekompetenz der Betroffenen zu stärken und deren Unabhängigkeit weitestgehend zu erhalten.
In Feldkirchen wird also an einem ganzheitlichen Ansatz gearbeitet, der nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern auch deren Angehörige in den Blick nimmt. Die Tagesbetreuung des Samariterbundes ist damit ein wichtiger Ort, der weit über die klassische Pflege hinausgeht und die Menschen dort unterstützt, wo sie es am meisten brauchen. Mehr als nur ein Dienstleistungsangebot – hier wird Lebensqualität geschaffen.