Am Dienstag, dem 26. Mai, war am Nassfeld ordentlich was los. Unter dem Motto „Unser Daham bleibt sauber!“ fand eine Müllsammelaktion statt, die direkt ins Herz der Region schlug. Die Sonne schien, und zahlreiche Helfer – darunter Betriebe, Institutionen und freiwillige Helfer aus der Umgebung – packten kräftig mit an. Man könnte sagen, es war ein Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur die Natur, sondern auch den Zusammenhalt in der Region fördert.
Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See, die Bergbahnen Nassfeld Pramollo AG, die Nassfeld Lift GmbH & Co KG, die Madritschen Seilbahn und viele weitere lokale Akteure waren am Start. Auch Nachbarschaften von der Tressdorfer Alm und Watschiger Alm, Sport Sölle, das Gasthaus Tressdorfer Alm, die Almresorts Gartnerkofel und Nassfeld, KAPAS sowie das Almhotel Kärnten ließen sich nicht lumpen. So viele Engagierte, die gemeinsam anpackten – da musste einfach etwas Gutes dabei herauskommen.
Gemeinsam für die Umwelt
Die Helfer sammelten Abfälle, die sich über den Winter und die vergangene Saison angesammelt hatten. Und wie das so ist, wenn viele Menschen zusammenkommen – es füllten sich zahlreiche Müllsäcke. Bürgermeister Leopold Astner zeigte sich dankbar und hob die Bedeutung des Zusammenhalts in der Region hervor. Markus Brandstätter von der NLW Tourismus Marketing GmbH unterstrich in seinen Worten, wie wichtig solche gemeinsamen Anstrengungen für nachhaltiges Handeln sind.
Die Idee zur Aktion war im Rahmen des europäischen INTERREG-Projekts „REGNERATE“ entstanden. Ein wirklich spannendes Projekt, das die Nachhaltigkeit nicht nur bewirbt, sondern sie direkt vor Ort erlebbar macht. Nach getaner Arbeit trafen sich die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Essen – was für eine gelungene Runde! Die Organisatoren planen bereits weitere Initiativen dieser Art in der Zukunft. Da darf man gespannt sein, was da noch kommt.
Umweltbewusstsein im Wandel
Wenn wir über Müllsammelaktionen sprechen, müssen wir auch einen Blick auf das allgemeine Umweltbewusstsein werfen. Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt, dass 54 Prozent der Befragten den Umwelt- und Klimaschutz für sehr wichtig halten. Doch es gibt einen kleinen Rückgang im Vergleich zu den letzten Jahren. Die Dringlichkeit anderer Themen, wie der Gesundheits- und Bildungssektor, hat zugenommen. Das zeigt, dass der Fokus der Gesellschaft sich verschiebt.
Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind nicht weniger geworden. Plastikvermüllung, Artenaussterben und der Schutz von Ökosystemen sind nach wie vor präsent. Nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass Deutschland die Folgen des Klimawandels angemessen bewältigen kann – der niedrigste Wert seit 2002. Das ist schon ein bisschen beunruhigend, oder?
Fast zwei Drittel der Leute fühlen sich durch Hitzeperioden gesundheitlich belastet und wünschen sich mehr Schutz in ihrem Wohnumfeld. Gleichzeitig sind über 80 Prozent mit dem Zustand der Umwelt an ihrem Wohnort zufrieden. Manchmal scheint es, als würde die Zufriedenheit mit der Natur auf lokaler Ebene im Kontrast zu den globalen Herausforderungen stehen.
Eine Umfrage unter 2.552 Bürger*innen zeigt, dass viele Menschen den Zugang zu klimafreundlichem und bezahlbarem Wohnraum fordern. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen dem, was wir brauchen, und dem, was die Natur erfordert. Wenn jeder Einzelne ein Stück weit mit anpackt – wie bei der Müllsammelaktion am Nassfeld – dann kann sich das durchaus positiv auswirken.
Die Region Hermagor hat mit dieser Aktion bewiesen, dass gemeinsames Handeln nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin an Bedeutung gewinnen und mehr Menschen dazu inspirieren, aktiv zu werden.
