Am vergangenen Wochenende luden der Seniorenbund Hermagor und Tröpolach zu einem ganz besonderen Stadtspaziergang ein, der die Teilnehmer in die faszinierende Geschichte von Hermagor entführte. Auf dem Vorplatz der katholischen Kirche versammelten sich neugierige Gesichter, um dem Nachtwächter Bernhard Gitschtaler zuzuhören. Mit einem einladenden „Nachtwächterspruch“ eröffnete er die Tour und weckte sofort das Interesse aller Anwesenden.

Die Gruppe erfuhr Spannendes über die Stadtgeschichte und die Rolle des Nachtwächters, der früher für Sicherheit und Ordnung in den Straßen sorgte. Interessanterweise kannten einige Teilnehmer sogar die Familie des letzten Nachtwächters von Hermagor. Hier wird deutlich, wie eng die Geschichte mit den Menschen vor Ort verknüpft ist. Gitschtaler stellte auch Persönlichkeiten vor, die trotz weltweiter Karrieren die Tradition des Nachtwächters aufrechterhielten. Ein echter Blickfang war die Pfarrkirche auf der Stocksteinerwand, über die viele Anekdoten erzählt wurden.

Einblicke in die sakrale Kunst

Ein Highlight der Tour war die Wolkensteinerkapelle, wo der gotische Marienaltar und die Grabplatte der Familie Meixner aus Mitschig vorgestellt wurden. Die Schönheit dieser historischen Stätten berührt, und man kann sich gut vorstellen, wie viel Geschichte in diesen Mauern steckt. Auch die Orgel der Stadtpfarrkirche, die aus der Werkstatt der Orgelbauerfamilie Grafenauer stammt, wurde gefeiert. Diese Rarität in Kärnten fiel besonders durch ihre Holzpfeifen auf. Gitschtaler verglich den Klang der Orgel mit einem Kärntnerlied. So etwas bleibt in Erinnerung!

Der Rundgang führte die Teilnehmer über die Zehrergasse zur Ingeborg-Bachmann-Gasse. Das Gehen durch diese Straßen ist wie eine Zeitreise – die alten Gebäude flüstern Geschichten aus vergangenen Zeiten. Nach all diesen Eindrücken kam der gemütliche Teil, ein „Ratscher“ im Kaffeehaus, wo man die Erlebnisse bei einer Tasse Kaffee Revue passieren ließ. Organisiert wurde die Veranstaltung von Frau Kapp und Herrn Reinitzhuber, die sich um die Planung und Durchführung kümmerten.

Die Rolle der Kirche in der Region

Die katholische Kirche Kärnten spielt eine bedeutende Rolle in der Region und ist nicht nur für die spirituelle Begleitung zuständig, sondern auch für die Bewahrung der Geschichte. Auf der Webseite der Katholischen Kirche Kärnten finden Interessierte tägliche Neuigkeiten aus den Pfarren und Organisationseinheiten der Diözese Gurk. Hier wird nicht nur über Glaubensfragen informiert, sondern auch zur Kommunikation und Diskussion eingeladen.

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Die Veranstaltung in Hermagor ist ein schönes Beispiel dafür, wie lokale Traditionen und die Geschichte lebendig gehalten werden. Es ist wichtig, dass solche Angebote fortgeführt werden, um das kulturelle Erbe zu bewahren und die Gemeinschaft zu stärken. Die Verbindung zwischen der Gemeinde und der Kirche, wie sie hier erlebbar war, ist ein wertvoller Teil des Lebens in Kärnten.

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