Am 22. April 2026 fand in der Wulfeniastadt Hermagor der Wirtschaftsempfang statt, der unter dem großen Interesse der Gäste stand. Über 100 Besucher konnten sich bei dieser Veranstaltung versammeln, die von Neo-Obmann Hanns Stattmann organisiert wurde. Stattmann zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme und kündigte an, dass die Wirtschaft im Bezirk Hermagor gute Zukunftschancen hat, trotz der aktuellen Herausforderungen, wie hohe Energiepreise und unzureichende Infrastruktur.
Besonders hervorzuheben ist der Obmann-Wechsel, bei dem Jürgen Mandl und Astrid Legner Johannes Kandolf eine Urkunde und Ehrenmedaille für 15 Jahre Engagement überreichten. Mandl dankte Kandolf für seinen unbürokratischen Einsatz und die offene Kommunikation während seiner Amtszeit. Kandolf reflektierte über seine Zusammenarbeit mit Unternehmern und Behörden und bedankte sich sowohl bei seinem Vorgänger Otmar Zankl als auch bei seinem Nachfolger Hanns Stattmann.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Die Veranstaltung thematisierte auch die Zweifel an der prognostizierten Eröffnung des Grenzübergangs nach Italien am 18. Mai 2026. Stattmann forderte einen Plöcken-Scheiteltunnel als langfristige Lösung für die Infrastrukturprobleme der Region. Christian Wastian, der neue Bezirksstellenleiter, betonte die Bedeutung von Berufserfahrungen außerhalb der Heimat, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Zudem appellierte Jürgen Mandl an die Unternehmer, sich nicht allein auf staatliche Unterstützung zu verlassen.
Kulinarisch wurden die Gäste vom Gasthof Lenzhofer verwöhnt, während Dagmar Schoba für die musikalische Begleitung sorgte. Ein gelungenes Event, das nicht nur die aktuellen Themen der Wirtschaft in Hermagor beleuchtete, sondern auch einen Blick in die Zukunft wagte.
Wirtschaftliche Unterstützung in strukturschwachen Regionen
Im Kontext der Herausforderungen, die auch Hermagor betreffen, ist es wichtig, die Unterstützung für strukturschwache Regionen zu betrachten. Die neue Richtlinie des Wirtschafts- und Klimaschutzministeriums zur Förderung wirtschaftsnaher Infrastrukturmaßnahmen, die am 17. April 2024 in Kraft trat, könnte auch für Hermagor von Bedeutung sein. Die Förderung umfasst unter anderem Wirtschaftsflächen, Gewerbe- und Technologiezentren sowie touristische Infrastrukturen.
Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Attraktivität der Standorte zu steigern und den nachhaltigen Umbau der Wirtschaft zu beschleunigen. Ministerin Mona Neubaur hebt hervor, dass strukturschwache Regionen in Nordrhein-Westfalen besonders unterstützt werden, was auch in Hermagor von Relevanz sein könnte, um zukunftsweisende Vorhaben zu fördern, die zur Nachhaltigkeit und Fachkräftegewinnung beitragen.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Wirtschaftsempfang in Hermagor nicht nur eine Plattform für den Austausch von Ideen und Perspektiven bot, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer aktiven und zukunftsorientierten Wirtschaftsentwicklung war. Weitere Informationen zu den Themen des Empfangs und den Herausforderungen der Region finden Sie in dem Artikel auf Gailtal Journal.