Am heutigen Tag, dem 17. Mai 2026, blicken wir zurück auf das Erbe eines Mannes, der maßgeblich dazu beigetragen hat, Österreich zur Skisprung-Nation Nummer eins zu machen. Baldur Preiml, geboren am 8. Juli 1939 in Kärnten, war nicht nur ein talentierter Athlet, der 1968 bei den Olympischen Spielen Bronze auf der Normalschanze gewann, sondern auch ein wegweisender Trainer, der die Skisprunglandschaft in Österreich revolutionierte.

Seine Karriere als Skisprung-Bundestrainer begann am 17. Mai 1974, und es war eine Zeit, in der Österreich im Skispringen einfach nicht konkurrenzfähig war. Norweger und Deutsche dominierten die Szene, und es schien, als ob Österreich nicht mit ihnen mithalten könnte. Doch Preiml brachte frischen Wind ins Spiel. Mit innovativen Ideen, akribischer Planung und einer Leidenschaft, die ansteckend war, setzte er neue Maßstäbe. Er arbeitete nicht nur an Material wie Skiern und Sprunganzügen, sondern auch an Trainingsmethoden, die Ernährung und Mentalcoaching umfassten.

Der Einfluss von Psychologie und Innovation

Besonders prägend für Preimls Ansatz war der Psychologe Oscar Schellbach, dessen Lebensformeln ihn tief beeinflussten. „Etwas richtig zu machen, bringt Erfolg; etwas falsch zu machen, bringt Misserfolg“ – dieser Satz prägte Preimls Philosophie. Er legte großen Wert darauf, seinen Schützlingen nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und mentale Stärke zu vermitteln. Das Ergebnis? Ein erstklassiges Ausbildungssystem, das auch die Grundlagen für spätere österreichische Topspringer wie Toni Innauer, Andreas Felder und Gregor Schlierenzauer legte.

Die Zeit war reif für neue Entwicklungen im Skispringen, und die Begeisterung, die Preiml in seine Arbeit steckte, war entscheidend. Als er 1975 Willi Pürstl zum ersten österreichischen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee führte, war dies ein Meilenstein, der den Dreifach-Triumph von Edi Federer und Karl Schnabl vollendete. Es war der Beginn einer glorreichen Ära, die nicht nur das Skispringen in Österreich, sondern auch die Herzen vieler Fans veränderte.

Ein Vermächtnis, das weiterlebt

Nach seiner Zeit als Trainer war Preiml weiterhin aktiv, als Redner und Aktivist für Bewegung und Ernährung. Zwischen 1987 und 1991 leitete er die Sportabteilung im österreichischen Bildungsministerium und setzte sich für die Bildung junger Athleten ein. Sein Engagement wurde 1996 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich gewürdigt. Baldur Preiml verstarb am 27. Januar 2025 in Spittal an der Drau im Alter von 85 Jahren, doch sein Erbe lebt weiter.

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Mit seiner Leidenschaft für die richtige Ernährung, die er als wesentlichen Aspekt für den Erfolg seiner Athleten ansah, und einem tiefen Verständnis für die psychologischen Herausforderungen im Leistungssport hinterließ er einen bleibenden Eindruck. Techniken zur Förderung des Selbstvertrauens, Entspannung und Mobilisation waren für ihn nicht nur Worte, sondern Bestandteile seiner Trainingsphilosophie. Die Bedeutung von psychologischen Techniken im Leistungssport, die darauf abzielen, körperliche und psychische Reaktionen zu steuern, ist heute aktueller denn je.

Der Österreichische Skiverband würdigte Preiml nicht nur als herausragenden Trainer, sondern auch als Freund der Skisprung-Familie. Sein Einfluss auf die Sportwelt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er hat nicht nur Athleten zu Höchstleistungen geführt, sondern auch Generationen inspiriert, ihre Träume zu verfolgen. In einer Welt, in der der Druck auf Leistung immer größer wird, bleibt sein Ansatz, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, von unschätzbarem Wert.