Gestern Abend, am 25. Mai 2026, kam es im Wellnessbereich eines Hotels im Bezirk Spittal an der Drau zu einem besorgniserregenden Vorfall. Gegen 18:30 Uhr wurde ein vermuteter Chlorgasaustritt gemeldet, der bei mehreren Gästen sofortige Atemwegsreizungen und starken Husten auslöste. Der intensive Geruch von Chlor war im gesamten Wellnessbereich wahrnehmbar – für viele Besucher ein wahrhaft erschreckendes Erlebnis.
Umgehend wurden Maßnahmen ergriffen: Das Personal räumte den Wellnessbereich, während die Rettungskette in Gang gesetzt wurde. Insgesamt mussten zwölf Personen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht werden, darunter eine minderjährige Person, die mit einem Notarzt-Hubschrauber ins Klinikum Villach geflogen wurde. Ein wahrer Schock für alle Anwesenden!
Einsatzkräfte und Reaktion
Die Situation erforderte ein schnelles Handeln. Feuerwehrkräfte aus Rennweg, St. Peter/Oberdorf, Kremsbrücke, Spittal, Gmünd und St. Michael/Lungau waren im Einsatz – insgesamt 19 Fahrzeuge und 138 Einsatzkräfte. Auch die Rettungsdienste aus St. Michael, Gmünd und Spittal an der Drau waren vor Ort und sorgten dafür, dass die Betroffenen schnell und sicher versorgt wurden.
Solche Vorfälle, auch wenn sie selten sind, werfen ein Licht auf die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere im Umgang mit gefährlichen Stoffen wie Chlor. Das Merkblatt M 020 „Chlor“, das im Juni 2025 neu aufgelegt wurde, bietet umfassende Informationen über den sicheren Umgang mit Chlor und Notfallprävention. Es wurde von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Zusammenarbeit mit Fachleuten erstellt und ist eine wertvolle Ressource für Unternehmen, die mit Chlor arbeiten.
Gefahren und Prävention
Die Gefährdungsbeurteilung und Erste-Hilfe-Maßnahmen sind dabei zentrale Themen. Unternehmen, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und auch (Werk-)Feuerwehren sollten mit den Inhalten des Merkblatts vertraut sein, um im Notfall schnell reagieren zu können. Das kostenlose Merkblatt kann online heruntergeladen werden und könnte in einem solchen Fall entscheidend sein, um das Risiko zu minimieren.
In einem Land wie Österreich, wo viele Freizeit- und Wellnessangebote existieren, ist es besonders wichtig, dass alle Beteiligten gut informiert sind. Der jüngste Vorfall im Wellnessbereich zeigt, dass es jederzeit zu unvorhergesehenen Situationen kommen kann. Daher ist es unerlässlich, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Die Geschehnisse von gestern sollten uns alle zum Nachdenken anregen.
