Heute ist der 20.06.2026 und in Spittal an der Drau gibt es aufregende Neuigkeiten aus der ersten Fachschule für Sozialberufe. Im Juni fanden zwei spannende Exkursionen statt, die den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die Praxis der sozialen Arbeit boten. Es ist immer wieder beeindruckend, wie solche Veranstaltungen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch das Bewusstsein für wichtige Themen schärfen. Ein bisschen wie ein Blick hinter die Kulissen des sozialen Engagements, wenn man so will.

Die erste Exkursion führte die angehenden Fachkräfte am 9. Juni 2026 ins Kinderschutzzentrum DELFI. Dort hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, von Frau Mag. Birgit Ampferthaler und ihrem Team mehr über psychosoziale Beratung und Prozessbegleitung für gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche zu erfahren. In einer vertraulichen Atmosphäre wurden Themen wie „Was ist Unrecht?“ sowie verschiedene Gewaltformen behandelt. Die Angebote des Zentrums sind bemerkenswert: kostenlose Unterstützung, Beratung zu Verfahren und Begleitung zu Polizei und Gericht – alles anonym, versteht sich. Es ist einfach großartig zu sehen, wie junge Menschen als Multiplikatoren für solche Anlaufstellen angeregt werden. Die Body2Brain-App zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Emotionsregulation wurde ebenfalls vorgestellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele der Schüler mit einem neuen Blick auf die Herausforderungen der sozialen Arbeit nach Hause gegangen sind.

Einblicke in die offene Jugendarbeit

Eine Woche später, am 16. Juni 2026, ging es dann weiter zum Jugendservice und Freizeitzentrum JUSE. Hier erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die offene Jugendarbeit. Herr Professor Tischler und Frau Professor Lichtner führten durch die Einrichtung, die als Treffpunkt für Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren dient. Es gab viel zu entdecken: Freizeitaktivitäten, Unterstützung beim Lernen und Hilfe bei persönlichen Problemen. Besonders der „Gesunde Mittagstisch“ fiel ins Auge – gemeinsames Kochen und Essen, kostenlos und ohne Anmeldung. Ein offener und vertrauensvoller Umgang, der nicht nur den Hunger stillt, sondern auch Gemeinschaft schafft. Bei der Exkursion wurde deutlich, wie wichtig solche Räume für die Entwicklung von Jugendlichen sind.

Die Exkursionen boten nicht nur Einblicke in zentrale Bereiche der Sozialarbeit, sondern stärkten auch das Bewusstsein für Unterstützungsangebote und Gewaltprävention. Diese Themen sind gerade in der heutigen Zeit unerlässlich. Kinderschutz-Zentren, wie das DELFI, bieten nicht nur Beratung für von Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und Familien, sondern setzen sich auch intensiv mit verschiedenen Gewaltarten auseinander. Hierzu zählen sexualisierte, körperliche und psychische Gewalt sowie emotionale Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung. Die Arbeit dieser Einrichtungen ist von zentraler Bedeutung, um präventiv gegen Machtmissbrauch und Gewalt vorzugehen.

Der Wert von Schutzkonzepten

Gerade in sozialen Einrichtungen ist es wichtig, dass Fachkräfte über mögliche Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen informiert sind. Sie haben den Auftrag, ein sicheres und geborgenes Umfeld zu schaffen. Bei einem Verdacht auf Machtmissbrauch müssen sie wissen, wie sie handeln können. Schutzkonzepte sind hierbei ein entscheidendes Mittel. Die Reform des SGB VIII, die 2021 in Kraft trat, hat diese Konzepte in den Fokus gerückt. In erlaubnispflichtigen Einrichtungen sind sie mittlerweile sogar obligatorisch. Die Entwicklung solcher Schutzkonzepte erfordert viel Verantwortung und Ressourcen, doch sie sind unerlässlich, um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.

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Insgesamt zeigen die Exkursionen der ersten Fachschule für Sozialberufe in Spittal, wie wichtig die Vernetzung von Schule und Betrieb ist. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur viel gelernt, sondern auch einen persönlichen Bezug zu den Themen Gewaltprävention und Unterstützungsangebote erhalten. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die nächste Generation von Fachkräften gut auf ihre Herausforderungen in der sozialen Arbeit vorzubereiten. Wenn das nicht motivierend ist!

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