Heute ist der 25.07.2026 und in Kärnten brodelt es – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gründungsszene hier ist lebendig und zeigt sich auch im ersten Halbjahr 2026 mit einer bemerkenswerten Zahl von 1.287 neu gegründeten Unternehmen. Das ist nahezu gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 1.286 Unternehmen das Licht der Welt erblickten. Selbstständigkeit bleibt eine attraktive Perspektive für viele Kärntner:innen. Die meisten Neugründungen fanden in der Landeshauptstadt Klagenfurt statt, gefolgt von Spittal an der Drau und Villach Stadt. Es ist spannend zu sehen, wie die Menschen hier den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Ein Blick auf die Gründer:innen zeigt interessante Trends: 82,6 Prozent starten als Einzelunternehmen. Und tatsächlich sind 42,5 Prozent dieser Gründerinnen Frauen. Das Durchschnittsalter der Gründer:innen liegt bei 36,6 Jahren – eine spannende Altersgruppe, die oft schon einige Erfahrungen im Berufsleben gesammelt hat. Die Branchenlandschaft ist ebenfalls vielfältig. Am stärksten vertreten sind Gewerbe und Handwerk mit 37,8 Prozent, gefolgt von Information und Consulting (23,4 Prozent) sowie Handel (22,9 Prozent). Besonders stark sind Unternehmensberatungen, Buchhaltungen und der Versand- und Internethandel auf dem Vormarsch.

Motivationen und Herausforderungen

Warum wagen so viele Menschen den Schritt zur Selbstständigkeit? Eine Umfrage zeigt, dass 68 Prozent der Gründer:innen nach mehr Flexibilität und neuen beruflichen Perspektiven suchen. Zudem gaben 62 Prozent an, dass sie das Bedürfnis haben, selbstständig zu sein. Lucija Wakounig, die Leiterin des WK-Gründerservice, hebt hervor, wie wichtig diese Gründer für den Wirtschaftsstandort Kärnten sind. Und das ist auch notwendig, denn die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Steuern, Abgaben und die Finanzierung durch Eigenmittel sind große Hürden, die viele Gründer:innen überwinden müssen. Es ist also klar: Ein verlässlicher Rahmen ist für die Gründer:innen essenziell, um Verantwortung zu übernehmen und die wirtschaftliche Zukunft aktiv zu gestalten.

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten bietet in diesem Zusammenhang wertvolle Unterstützung. Von der Geschäftsidee bis zur erfolgreichen Gründung stehen die Berater:innen bereit, um bei rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen zu helfen. Aber auch Workshops und Online-Tools zur Erstellung von Businessplänen werden angeboten. Der Wert dieser Unterstützung ist nicht zu unterschätzen, insbesondere in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von steigenden Kosten und volatilen Märkten geprägt ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zahlen in Kärnten zeigen eine positive Entwicklung. Im Jahr 2025 wurden 2.348 Neugründungen verzeichnet, was einen Anstieg von etwa vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Interessanterweise liegt der Frauenanteil bei Neugründungen mittlerweile bei 48,2 Prozent, was über dem österreichweiten Durchschnitt ist. Auch die Altersstruktur hat sich verändert: Die höchsten Zuwächse sind bei den unter 30-Jährigen zu verzeichnen. Gründungen passieren häufig in Klagenfurt-Stadt, Spittal an der Drau und Klagenfurt-Land, wobei die Intensität der Gründungen in Klagenfurt und Bezirk Hermagor besonders hoch ist. Das zeigt, dass sich hier etwas bewegt!

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Und die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen: Neugründungen sichern direkt und indirekt rund 3.500 Arbeitsplätze und bringen frische Ideen in die Wirtschaft. In Kärnten wird eine regionale Wertschöpfung von über 257 Millionen Euro durch diese Neugründungen generiert. Das zeigt, wie wichtig es ist, diese unternehmerische Energie zu unterstützen. Die Herausforderungen bleiben, aber die Chancen sind enorm. Die Selbstständigkeit wird hier mehr und mehr als bewusste Lebensentscheidung gesehen, nicht als kurzfristige Lösung. Und das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

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