Am 2. Mai 2026 war es wieder soweit: Die 32. Auflage der „Mostbarkeiten“ wurde von Landeshauptmann Daniel Fellner und LHStv. Martin Gruber feierlich eröffnet. Die Veranstaltung fand am historischen Zogglhof in St. Paul statt, einem Ort, der nicht nur eine malerische Kulisse bietet, sondern auch eine lange Geschichte in der bäuerlichen Obstverarbeitung hat. Hier, im Herzen Kärntens, versammeln sich Produzenten aus der ganzen Region und darüber hinaus, um ihre besten Moste, Säfte und Edelbrände zu präsentieren. Es ist eine internationale Fachmesse im Alpen-Adria-Raum, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Die Wurzeln der Mostbarkeiten reichen bis ins Jahr 1988 zurück. Damals begann alles, und heute ist die Veranstaltung eine bekannte Marke, die für Nachhaltigkeit und regionalen Stolz steht. Der Zogglhof hat sich zu einem modernen Kompetenzzentrum für Produzenten aus Österreich und den Nachbarländern entwickelt. Sogar Proben aus den USA und Südafrika werden zur Analyse eingesendet, was die internationale Ausrichtung dieser Veranstaltung unterstreicht. Landeshauptmann Fellner betonte die Bedeutung dieser Initiative für die Region und die hohe Produktqualität, die durch professionelle Bewertungen gewährleistet wird.

Ein Blick in die Geschichte des Zogglhofs

Der Zogglhof hat eine lange und bewegte Geschichte. Ursprünglich war das Anwesen Teil der Ländereien der Kollnitzer, die im 17. Jahrhundert in den Besitz dieser Region kamen. 1650 erwarben die St. Pauler Stiftsherren das Land, und unter Abt Marchstaller wurde der Gutshof „Sokolhof“ errichtet. Die ungarische Bezeichnung des Zogglhofs stammt vermutlich aus der Zeit von Josef II., als hier ein „Kaiserliches Gestüt“ untergebracht war. Nach dieser ungarischen Phase wurde der Gutshof wieder vom Stift bewirtschaftet.

Doch vor etwa 40 Jahren stellte die Viehwirtschaft ein und der Zogglhof fiel in eine Art Dornröschenschlaf. Erst 1995, als Handwerker mit den Renovierungsarbeiten begannen, nahm das Anwesen wieder Leben auf. Der Spatenstich wurde feierlich begangen, und die erste Mostbarkeitenmesse fand am 14. September 1995 statt. Das Untergeschoss wurde revitalisiert, und die Galerie der Mostbarkeiten zog 1997 in den Zogglhof um. Seitdem zieht das historische Gebäude tausende Besucher an, die neugierig die regionalen Produkte probieren möchten.

Die ökologische Verantwortung der Landwirtschaft

LHStv. Martin Gruber hob während der Eröffnung die ökologische Bedeutung des Obstanbaus hervor. Die Bauern der Region sichern nicht nur hochwertige Lebensmittel, sondern pflegen auch die wunderschöne Kärntner Landschaft. Diese Verbindung von Tradition, Qualität und Nachhaltigkeit ist es, was die Mostbarkeiten so besonders macht. Die Veranstaltung würdigt die Pionierarbeit des Vereins „Mostland St. Paul“, dessen Obmann Hans Köstinger unermüdlich für die Förderung von regionalen Produkten eintritt.

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Die nächste Veranstaltung der Mostbarkeiten ist bereits für 2026 geplant – ein weiterer Grund, sich jetzt schon darauf zu freuen. Wenn du also die Gelegenheit hast, den Zogglhof und die Vielfalt der Mostbarkeiten zu erleben, solltest du sie auf keinen Fall verstreichen lassen. Hier geht es nicht nur um die Produkte, sondern auch um die Menschen, die dahinterstehen und die Geschichten, die erzählt werden.

Wer mehr über diese spannende Veranstaltung und die Geschichte des Zogglhofs erfahren möchte, kann sich auf der Webseite hier informieren oder einen Blick auf die umfangreichen Informationen bei meine Freizeit werfen.