Ab Mai 2024 wird das Postbus-Shuttle auch in der Gemeinde Oberdrauburg angeboten. Dieses innovative Verkehrsangebot umfasst 56 neue Haltepunkte in der Region und dient als bedarfsorientiertes Mobilitätskonzept für die Gemeinden Berg im Drautal, Dellach im Drautal, Irschen und Greifenburg. Die Fahrten können individuell per App oder telefonisch gebucht werden, was bedeutet, dass es keine festen Fahrpläne gibt. Die jährlichen Kosten für das Angebot in Oberdrauburg belaufen sich auf rund 70.000 Euro, wobei das Verkehrsreferat des Landes etwa 62.000 Euro übernimmt. Insgesamt liegen die Kosten für das Postbus-Shuttle im Oberen Drautal bei über 300.000 Euro pro Jahr, wobei 87% ebenfalls vom Verkehrsreferat gefördert werden. Ziel des Shuttles ist es, die Anbindung an wichtige Verkehrsknotenpunkte zu verbessern und die Lebensqualität in ländlichen Regionen zu steigern. Besonders erfreulich ist, dass Kinder unter sechs Jahren und Personen mit einem Behindertenausweis kostenlos fahren können. Die Buchung des Shuttles ist über die Postbus-Shuttle-App, telefonisch unter 0800 80 88 08, über wegfinder oder ausgewählte Partnerbetriebe möglich. Die Bezahlung kann sowohl bar als auch bargeldlos erfolgen. Weitere Informationen sind auf der Website verfügbar.

Zusätzliche Angebote und Entwicklungen

Im Oktober 2025 wurde in den Gemeinden Berg im Drautal, Dellach im Drautal, Greifenburg und Irschen ein zusätzliches öffentliches Verkehrsangebot, das Postbus Shuttle, eingeführt. Ab dem 1. Mai 2026 soll die Marktgemeinde Oberdrauburg Teil dieses Mobilitätsangebots werden. Die Bürgermeister der vier bestehenden Gemeinden haben einstimmig für die Aufnahme von Oberdrauburg in das Projekt gestimmt, wobei dies von einem positiven Gemeinderatsbeschluss abhängt. Das Land Kärnten unterstützt diese Vorgehensweise ausdrücklich.

Bis zur vollständigen Teilnahme von Oberdrauburg können Fahrten mit dem Postbus Shuttle von den Haltepunkten Dr. Erich Dabernig und Bahnhof Oberdrauburg in die Nachbargemeinden gebucht werden. Allerdings sind Fahrten zwischen diesen beiden Haltepunkten bis zur vollständigen Teilnahme nicht möglich. Die Buchungsmodalitäten sind einfach: Nutzer geben den Start- und Zielort sowie die gewünschte Fahrzeit an, wählen die Ticketkategorie und die Anzahl der Personen aus und buchen dann den Fahrtvorschlag. Fußwege zum Einstiegspunkt und vom Ausstiegspunkt zum Ziel werden ebenfalls angezeigt.

Preise und Buchungsdetails

Fahrten sollten rechtzeitig gebucht werden, idealerweise bis zu 30 Tage im Voraus. Die Fahrpreise sind vergleichbar mit den Tarifen des Kärntner Verkehrsverbundes, zusätzlich fällt ein Komfortzuschlag von 2 Euro pro Person und Fahrt an. Inhaber eines Kärnten Tickets, eines KlimaTickets Österreich oder einer gültigen Zeitkarte des Kärntner Verkehrsverbundes zahlen lediglich den Komfortzuschlag. Für weitere Informationen stehen die Website postbus-shuttle.at und die Hotline zur Verfügung.

Ein Blick in die Zukunft der Mobilität

Die Einführung des Postbus-Shuttles ist Teil eines größeren Trends in der ländlichen Mobilität. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen Mobilität in ländlichen Räumen durchgeführt. Dabei wurde ein Handlungsleitfaden mit dem Titel „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“ erstellt, der Kommunen bei der Umsetzung nachhaltiger Verkehrskonzepte unterstützt. Der Leitfaden enthält Praxisbeispiele aus verschiedenen Regionen und fördert Konzepte wie Multimodalität und Intermodalität, die eine breitere Verkehrsmittelwahl und die Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger ermöglichen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hebt die Bedeutung einer realitätsnahen Verkehrspolitik hervor, die die Bedürfnisse sowohl von Stadt als auch Land berücksichtigt. In ländlichen Regionen bleibt das Auto oft das wichtigste Fortbewegungsmittel, weswegen es entscheidend ist, dass auch alternative Angebote wie das Postbus-Shuttle ihren Platz finden. Dies könnte nicht nur die Anbindung verbessern, sondern auch die Lebensqualität in diesen Regionen nachhaltig erhöhen. Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf der Website des BMV erhältlich.