Revitalisierung der Drau: Spatenstich für Kärntens größtes Flussprojekt gefeiert
In den letzten Tagen hat sich in der Region Spittal an der Drau einiges getan. Der Spatenstich für Kärntens größtes Revitalisierungsprojekt an der Drau wurde kürzlich gefeiert. Die Renaturierung des Flusses zwischen Baldramsdorf und Lendorf wird auf einer beeindruckenden Länge von rund 4,5 Kilometern durchgeführt. Das Projekt, dessen Bauarbeiten bis 2028 abgeschlossen sein sollen, hat einen Gesamtumfang von etwa acht Millionen Euro.
Beeindruckend ist die Finanzierung: Der Großteil stammt vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz sowie Regionen und Wasserwirtschaft, während etwa 10% durch die Verbund AG bereitgestellt werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Flussabschnitt in drei Bauphasen aufzuweiten und ökologisch aufzuwerten. Grundlage dieser Arbeiten ist der Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementplan für die Obere Drau, um den jahrelangen Regulierungen und der Sohlerosion entgegenzuwirken, die den natürlichen Flussraum verändert haben.
Ökologische Verbesserungen und Lebensräume
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, neue Lebensräume zu schaffen. Auf einer Fläche von etwa sechs Hektar werden rund 150.000 Kubikmeter Aushubmaterial entfernt, um Platz für eine verbesserte Flusslandschaft zu schaffen. Besonders interessant: Zwei Nebenarme der Drau werden wieder an den Fluss angebunden, was die Biodiversität und den ökologischen Zustand der Drau erheblich verbessern soll. Zudem wird ein Lauenbach im Bereich der Berger Puszta revitalisiert.
Der Hochwasserschutz wird ebenfalls gestärkt. Durch die Schaffung neuer Retentionsflächen wird zusätzlicher Rückhalteraum zur Reduzierung des Hochwasserrisikos geschaffen, insbesondere für den Raum Spittal. Diese Maßnahmen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Es ist eine klare Antwort auf die Fragen, die uns die Natur stellt.
Ein Projekt mit Weitblick
Der Projektleiter Herbert Mandler und die Abteilung 12 – Wasserwirtschaft des Landes Kärnten, Unterabteilung Spittal an der Drau, sind für die technische und finanzielle Abwicklung verantwortlich. Es ist bemerkenswert, dass für dieses große Vorhaben keine privaten Grundstücke benötigt werden, was die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung erheblich vereinfacht. Das Projekt dient zudem als naturschutzrechtliche Ersatzmaßnahme für den Bau der Umfahrung Greifenburg an der B100 Drautalstraße.
Die Revitalisierung der Drau ist also nicht nur ein lokales Projekt, sondern hat auch weitreichende Bedeutung für den Naturschutz und die Wasserwirtschaft in der Region. Hier wird nicht nur ein Fluss umgestaltet, sondern auch ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft gemacht, der für die kommenden Generationen von Bedeutung sein könnte. Die Freude über den Spatenstich ist greifbar – und man kann nur gespannt sein, wie sich die Landschaft hier im Laufe der kommenden Jahre verändern wird.
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