Schwerer Alpinunfall auf der Hochalmspitze: Bergsteiger von 200 Kilogramm schwerem Stein getroffen
Am frühen Samstagmorgen, dem 4. Juli, ereignete sich ein schwerer Alpinunfall auf der Hochalmspitze in der Gemeinde Malta, im Bezirk Spittal an der Drau. Zwei tschechische Bergsteiger starteten um 5 Uhr zu ihrer hochalpinen Wanderung. Der 38-jährige Mann, der sich etwa zehn Meter im Vorstieg befand, wurde von seinem Kletterpartner gesichert. Plötzlich löste sich ein rund 200 Kilogramm schwerer Stein und traf ihn im Bereich der Beine. Ein unglücklicher Zufall, der das Abenteuer schlagartig in einen Notfall verwandelte.
Der Kletterpartner reagierte blitzschnell und stieg sofort zu seinem verletzten Kollegen ab. Er wusste, dass jede Sekunde zählte und leitete die Rettungskette ein. Doch eine direkte Bergung durch den Notarzthubschrauber war zunächst nicht möglich, da der massive Stein die Beine des Mannes stark einklemmte. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit.
Rettungsaktion in den Bergen
Die Situation erforderte ein schnelles Handeln. Ein Polizeihubschrauber flog Bergretter und einen Bergrettungsarzt zur Unfallstelle. Diese Einsatzkräfte sind es, die oft unter extremen Bedingungen arbeiten müssen. Die Freiwillige Feuerwehr Malta kam ebenfalls zum Einsatz und brachte einen „Hubzug“ mit, um den schweren Felsbrocken anzuheben. Nach intensiven Bemühungen gelang es, den Stein anzuheben, sodass der Verletzte medizinisch versorgt und schließlich mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Lienz transportiert werden konnte. Der Mann wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in die Klinik geflogen.
Solche Unfälle sind in den Alpen leider keine Seltenheit. Immer wieder erreichen uns Meldungen über tragische Zwischenfälle in den Bergen, besonders in der Hochsaison. Die Bergrettung ist im Dauereinsatz, und die Anzahl der Unfälle hat in dieser Saison drastisch zugenommen. Im Sommer 2025 gab es bereits mehr als doppelt so viele tödliche Unfälle in den Tiroler Alpen im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe sind vielfältig: Von unzureichender Vorbereitung bis hin zu plötzlichen Wetterumschwüngen, die selbst erfahrene Bergsteiger überraschen können. Ein Gespräch mit Tiroler Bergrettern und Notfallmedizinern könnte hier wertvolle Erkenntnisse liefern.
Die Tragik solcher Vorfälle erinnert uns daran, wie ernsthaft und oft unberechenbar die Natur ist. Manchmal genügt ein kleiner Moment der Unachtsamkeit oder ein unglückliches Zusammentreffen von Umständen, um aus einem entspannenden Tag in den Bergen eine lebensbedrohliche Situation zu machen. Die Bergrettung hat viel zu tun – das sollte uns alle zum Nachdenken anregen.
Wir hoffen auf baldige Genesung für den verletzten Bergsteiger und danken allen Einsatzkräften, die sich unermüdlich für die Sicherheit in den Bergen einsetzen. Für mehr Informationen zu diesem Vorfall lesen Sie auch den Artikel auf meinbezirk.at oder 5min.at.
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