Heute, am 5. Mai 2026, hat die Drogenproblematik in Villach erneut für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer Pressekonferenz am 4. Mai forderten Markus Malle und Christian Pober von der ÖVP ein dringendes Drogenmonitoring in der örtlichen Kläranlage. Malle äußerte sich besorgt: „Die Drogenproblematik entgleitet uns – so kann es nicht weitergehen.“ Es ist ein Thema, das die Gemüter bewegt, und die beiden Politiker sind sich einig, dass dringend mehr Prävention in Schulen sowie mehr Einsatzkräfte notwendig sind. Auch genauere Kontrollen in Hanfshops werden gefordert, um dem Anstieg von Drogenmissbrauch entgegenzuwirken.
Die Situation ist alarmierend. Im Jahr 2018 wurde in Kärnten die Höchstzahl an Drogentoten mit 27 verzeichnet. Seitdem bleibt die Zahl auf einem hohen Niveau, während gleichzeitig ein Rückgang des Bierkonsums bei Jugendlichen zu beobachten ist. Stattdessen konsumieren sie immer häufiger Kokain, Heroin und andere harte Drogen. Besonders kritisch sehen Malle und Pober die legalen Haschkekse, die in Hanfshops angeboten werden. Zudem wurde ein Anstieg des Kokain-Konsums im Abwasser festgestellt: In Klagenfurt um 24% und am Millstätter See sogar um 48%.
Unbekannte Situation in Villach
Die Situation in Villach bleibt unklar, und Pober kritisierte, dass die Forderung nach einem Drogenmonitoring von der Stadtpolitik nicht ernst genommen wird. Irene Hochstetter-Lackner von der SPÖ bestätigte die Drogenproblematik und betonte, dass der Antrag auf Drogenmonitoring, der bereits 2019 von der ÖVP im Gemeinderat eingebracht wurde, von der SPÖ, den Grünen und der Erde abgelehnt wurde. Hochstetter-Lackner wies darauf hin, dass ein solches Monitoring schwierig sei, da die Kläranlage Wasser von fünf Gemeinden aufbereitet. Dennoch führt eine Chemikerin permanente Eigenanalysen durch, um einen Überblick über die Drogenlage zu bekommen.
In Anbetracht dieser Entwicklung wird deutlich, dass die Drogenproblematik in Villach nicht länger ignoriert werden kann. Die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Drogenkonsums betreffen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Gemeinschaft. Ein präventives Handeln und ein effektives Monitoring könnten helfen, die Situation zu verbessern und ein Bewusstsein für die Risiken des Drogenkonsums zu schaffen.
Die Diskussion um das Drogenmonitoring in Villach zeigt, dass es an der Zeit ist, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Nur so kann es gelingen, der Drogenproblematik entgegenzutreten und die Stadt für zukünftige Generationen sicherer zu machen.