Heute ist der 13.05.2026 und in Villach tut sich was im Handel. Künstliche Intelligenz, kurz KI, hat auch hier ihren Weg gefunden. Doch wie das in der Praxis aussieht, ist eine andere Geschichte. Der Geschäftsführer von Elektro Plankensteiner, Raphael Pircher, erzählt, dass KI bei ihm eher punktuell eingesetzt wird. Es geht um Texte und einfache Anwendungen. Vollautomatische Systeme oder Chatbots? Die spielen eine untergeordnete Rolle. Denn bei komplexen Anliegen bleibt die persönliche Beratung unabdingbar. Und das ist auch gut so, denn manchmal ist der direkte Kontakt einfach unschlagbar!
Die Wirtschaftskammer hebt hervor, dass die Online-Präsenz für Handelsunternehmen immer wichtiger wird. Eine digitale Visitenkarte ist mittlerweile ein Muss. Ein eigener Online-Shop? Naja, nicht zwingend, denn der verursacht laufende Kosten. Viele erfolgreiche Betriebe in der Region setzen auf ein „omnichannel“ Konzept. Das bedeutet, sie kombinieren digitale und stationäre Angebote. Auf diese Weise kann KI helfen, Inhalte gezielt aufzubereiten und die Sichtbarkeit zu erhöhen, allerdings nur, wenn die Zielvorgaben klar sind. Menschliche Kontrolle bleibt unerlässlich, denn wie wir alle wissen, ist KI nicht fehlerlos.
Kundenverhalten im digitalen Zeitalter
Eine Studie mit 1.500 Teilnehmenden zeigt: KI ist im Alltag angekommen. Rund 50 % der Befragten haben bereits KI-gestützte Funktionen beim Einkaufen genutzt. Besonders jüngere Zielgruppen, also die 18- bis 34-Jährigen, greifen häufiger auf diese Technologien zurück. Interessanterweise nutzen ältere Menschen (55-65 Jahre) diese Funktionen eher sporadisch. Es scheint, als ob die Generationen hier ganz unterschiedliche Ansätze haben. Die Jüngeren sind digital affiner und erwarten mehr Komfort und Effizienz.
Vor dem Kauf, da ist die KI ganz klar in ihrem Element. Recherchen, Vergleiche, Inspiration – das alles wird häufig mit Hilfe von KI-Tools wie ChatGPT erledigt. Doch während und nach dem Kauf dominieren die klassischen Quellen: die Webseite des Händlers, Suchmaschinen und stationäre Geschäfte. Das zeigt, dass trotz aller Fortschritte die traditionelle Beratung und der persönliche Kontakt nicht wegzudenken sind. Bei Elektro Plankensteiner erfolgt ein Großteil der Beratung telefonisch oder direkt im Geschäft. Das ist eine bewährte Methode, die den Kunden immer noch am besten bedient.
Erwartungen der Kunden
Was erwarten die Konsument:innen von KI? Effizienz und Informationsqualität stehen ganz oben auf der Liste. Datenschutz ist für 52 % der Befragten ein wichtiges Anliegen, gefolgt von fairen Preisen und der Verständlichkeit der Ergebnisse. Personalisierung? Das spielt mit 25 % eine eher untergeordnete Rolle. Es zeigt sich, dass Transparenz und Kontrolle für die Konsumenten in der digitalen Welt entscheidend sind.
Die Zukunft des Handels könnte also in der perfekten Kombination aus digitalen Werkzeugen und persönlicher Beratung liegen. Unternehmen, die technologische Möglichkeiten mit menschlicher Betreuung verbinden, bleiben wettbewerbsfähig. Das ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. In Villach zeigt sich, dass der stationäre Handel nach wie vor gefragt ist, besonders wenn es um beratungsintensive Produkte wie Haushaltsgeräte geht. Die Entwicklung bleibt spannend und die Herausforderungen sind groß, aber auch die Chancen. Das Zusammenspiel von KI und persönlichem Kontakt könnte den Unterschied ausmachen und die Handelslandschaft nachhaltig prägen.
Die Frage bleibt: Wie wird sich der Handel in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Wir dürfen gespannt sein!