In Villach tut sich was – und zwar richtig Spannendes! Vor sechs Jahren haben Arno Trinkl und Wolfgang Rauter die Firma Trastic ins Leben gerufen. Ihr Ziel? Nachhaltigkeit großschreiben und aus Plastikabfall hochwertige Produkte herstellen. Klingt gut, oder? Die beiden Visionäre haben mit ihren ersten Experimenten begonnen, zerschnittene Plastikflaschen zu schmelzen und daraus Möbel zu gestalten. Heute stehen sie bereits mit großformatigen Platten aus recyceltem Kunststoff in den Startlöchern, die als Tischplatten, Wandverkleidungen und für den Innenausbau dienen. Es wird sogar darüber nachgedacht, die Platten künftig auch für Fassaden und Außenverkleidungen zu nutzen.

Doch das ist noch längst nicht alles! Trastic hat sich einen interessanten Kundenkreis aufgebaut, zu dem Unternehmen, Architekturbüros und Projektentwickler gehören. Namen wie a&o Hostels, Vöslauer und das MuseumsQuartier Wien sind da keine Unbekannten. Übrigens, 2022 wurde die eigene Produktionstechnologie patentiert – ein echter Meilenstein für die beiden Gründer. Produziert wird bis Anfang 2025 ausschließlich in Villach, was den Standort umso attraktiver macht. Es handelt sich dabei um sortenreine Kunststoffe aus der Lebensmittel- und Medizintechnik, vorwiegend aus dem Alpen-Adria-Raum. Schadstofffreiheit ist ein zentrales Kriterium – schließlich sollen die Platten nicht nur gut aussehen, sondern auch umweltfreundlich sein.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Platten von Trastic sind zudem wiederverwendbar. Nach der Nutzung können sie zerkleinert und erneut verarbeitet werden – ein echter Gewinn für die Kreislaufwirtschaft. Das Team besteht derzeit aus vier Mitarbeitern, wobei Trinkl für die Strategie und den Vertrieb zuständig ist, während Rauter das technische Know-how einbringt. 2023 wurde Trastic für seine außergewöhnlichen Bemühungen um Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Ein weiterer Beweis dafür, dass die beiden auf dem richtigen Weg sind. Im Herbst steht dann die erste Präsentation auf Fachmessen in Deutschland und Italien an. Da kann man nur hoffen, dass die internationale Bühne den beiden noch mehr Türen öffnet!

Und apropos Kreislaufwirtschaft: Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat die Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Kunststoffrecyclingtechnologien (KuRT)“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, innovative Ansätze und Technologien für hochwertiges und ressourceneffizientes Kunststoffrecycling zu entwickeln. Die Projekte der KuRT konzentrieren sich auf intelligente Design- und Nutzungskonzepte, verbesserte Logistik und innovative Sortierlösungen für Kunststoffabfälle. Man kann nur hoffen, dass solche Initiativen auch die Arbeit von Trastic unterstützen und vorantreiben. Denn schließlich braucht es mehr als nur gute Ideen – die ganze Branche muss zusammenarbeiten!

Ein Blick in die Zukunft

Das Thema Kunststoffrecycling hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Unter dem Fraunhofer Cluster of Excellence wurde ein Forschungscluster mit dem Ziel ins Leben gerufen, von einer linearen zu einer zirkulären Kunststoffwirtschaft zu wechseln. Hierbei arbeiten verschiedene Fraunhofer-Institute zusammen, um relevante Themen zu erforschen. Die Integration von Wissenschaft und Business Development soll dazu beitragen, marktrelevante Prototypen zu entwickeln. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Entwicklungen in diesem Bereich gestalten werden und welchen Einfluss sie auf Unternehmen wie Trastic haben können.

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In Villach geht es also voran, und die Zukunft sieht vielversprechend aus. Trastic zeigt, dass man mit Kreativität und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit auch aus Plastikabfall etwas Wertvolles schaffen kann. Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Ära im Umgang mit Kunststoffen? Man darf gespannt sein!

Für weitere Informationen zu Trastics Entwicklungen und den neuesten Trends in der Kreislaufwirtschaft, besuchen Sie gerne die Kleine Zeitung oder die BMFTR-Website und bleiben Sie auf dem Laufenden.

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