Der Bleiburger Wiesenmarkt, das größte und älteste Volksfest Südkärntens, steht vor der Tür! Vom 4. bis 7. September werden die Straßen in Bleiburg wieder lebendig, und die Vorfreude ist förmlich greifbar. Bürgermeister Daniel Wrießnig und Marktmeister Arthur Ottowitz haben die Bedeutung dieses Traditionsmarktes für die Region betont. Es ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens in der Umgebung.

Doch wie das oft so ist, gibt es auch Herausforderungen. Die steigenden Kosten sind ein Thema, das viele betrifft. Die Stadtgemeinde hat im letzten Jahr immerhin mit einem leichten Plus abgeschlossen. Um die Ausgaben zu decken, wurde die Standgebühr um fünf Prozent erhöht. Diese Gebühren sind die einzige direkte Einnahmequelle der Stadt von den Ausstellern. Es wird auch erwartet, dass nicht alle Kosten an die Marktbesucher weitergegeben werden, was für viele einen kleinen Lichtblick darstellt.

Organisation und Erinnerungen

In diesem Jahr organisiert Daniel Wrießnig den Wiesenmarkt erstmals als Bürgermeister und Marktreferent. Eine spannende Aufgabe, die sicherlich auch mit einem gewissem Druck verbunden ist. Besonders schmerzlich ist das Fehlen von Stefan Visotschnig, dem langjährigen Bürgermeister, der 2025 verstorben ist. Er war nicht nur ein fester Bestandteil der Gemeinde, sondern auch seit 1991 Marktreferent. Wrießnig ehrte Visotschnig im letzten Jahr für seine beeindruckenden 35 Jahre als Marktreferent – eine Zeit, die viele in Bleiburg geprägt hat.

Die Unterstützung für den Wiesenmarkt kommt von der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten-Lavanttal sowie dem Geopark Karawanken. Das ist wichtig, denn gerade in ländlichen Regionen wie Kärnten sieht man sich nicht nur mit steigenden Kosten konfrontiert, sondern auch mit einem Rückgang bei Nächtigungen. Der österreichische Tourismus erreicht zwar neue Rekordzahlen, aber kleinere Betriebe kämpfen oft mit finanziellen Engpässen. Die Koralmbahn wird als Chance für die Anreise der Besucher gesehen, und Gespräche mit der ÖBB, Westbahn, Kärntner Linien und Postbus laufen bereits. Der Bahnhof ist glücklicherweise in der Nähe des Marktgeländes, was die Anreise erleichtert.

Ein Blick in die Zukunft

In Zeiten, in denen viele touristische Betriebe mit steigenden Kosten und einer veränderten Zinssituation kämpfen, ist es wichtig, dass Veranstaltungen wie der Bleiburger Wiesenmarkt nicht nur stattfinden, sondern auch florieren. Die Nachfrage nach nachhaltigen Angeboten und regionalen Produkten steigt, und genau hier könnte der Wiesenmarkt ansetzen. Kleinere Betriebe setzen oft auf Individualität und eine persönliche Atmosphäre, während große Hotelketten von zentralisierten Einkaufssystemen profitieren. Für die kleinen Anbieter ist Crowdinvesting eine interessante Option geworden, um sich über Wasser zu halten.

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So bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Der Bleiburger Wiesenmarkt wird sicher seine Besucher anziehen und für viele unvergessliche Momente sorgen. Ob das Fest die Herausforderungen der aktuellen Zeit meistern kann? Das werden wir sehen. Bis dahin bleibt nur noch, sich auf das bunte Treiben zu freuen – und vielleicht auch den ein oder anderen Krapfen zu genießen!

Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel von Mein Bezirk und Kleine Zeitung.

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