Heute ist der 21.05.2026 und die Sorgen um die Verkehrssicherheit auf der Lavamünder Straße (B80) in der Nähe der Sport- und Freizeitanlage sind nach wie vor präsent. Ingo Fischer aus Lavamünd hat sich mit einem eindringlichen Leserbrief an die Öffentlichkeit gewandt. Seine Bedenken sind nicht unbegründet. Er verweist auf einen tragischen Vorfall aus dem vergangenen Jahr, bei dem ein 65-jähriger Motorradfahrer aus Wien sein Leben verlor. Auch die riskanten Überholmanöver, die dort häufig vorkommen, sorgen für Unruhe. Fischer fordert dringend Maßnahmen wie ein Überholverbot, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Leitschienen. Trotz wiederholter Hinweise von der Kommunalpolitik an die zuständigen Stellen sind diese Forderungen bislang ohne Erfolg geblieben.
Bürgermeister Wolfgang Gallant hat berichtet, dass vor zweieinhalb Jahren bereits Kontakt mit der zuständigen Abteilung aufgenommen wurde, um ein Überholverbot und eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu beantragen. Leider wurde der Antrag abgelehnt, da die Straße als „übersichtlich und gerade“ eingestuft wurde. Adrian Plessin, Leiter der Abteilung 7, hat zudem erklärt, dass eine Geschwindigkeitsreduktion nur unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen möglich sei. Eine Verkehrssachverständigenprüfung ergab zudem keine erhöhte Unfallhäufigkeit oder Einschränkungen der Sichtweite. Der tödliche Unfall 2025 wurde als menschlicher Fehler eines übermüdeten und alkoholisierten Fahrers eingestuft. Der 18-jährige Fahrer wurde wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt.
Geplante Sicherheitsmaßnahmen
In einer positiven Wendung hat Gallant jedoch angekündigt, dass in den nächsten zwei Monaten eine Leitschiene entlang des Fußballplatzes installiert werden soll. Bernhard Hrowath von der Landesabteilung 9 hat dies bestätigt und hinzugefügt, dass der Bau der Leitschiene aktuell ausgeschrieben ist. Diese wird etwa 240 Meter lang sein und soll Schutz bieten, auch wenn sie nicht alle Gefahren bei Frontalzusammenstößen ausschließen kann. Hrowath betont, dass der Bau von Leitschienen auf geraden Straßenstücken aus Kostengründen und wegen des erhöhten Erhaltungsaufwands nicht immer als notwendig erachtet wird.
Ein Blick über die Grenzen nach Ludwigsburg zeigt, dass man dort auf ähnliche Vorfälle reagiert hat. Im März 2025 kamen zwei junge Frauen auf der Schwieberdingerstraße bei einem Verkehrsunfall ums Leben, der mutmaßlich aus einem illegalen Autorennen resultierte. Daraufhin hat die Stadt Ludwigsburg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h auf der Schwieberdingerstraße eingeführt, die den Abschnitt zwischen der Solitudestraße und der Schlieffenstraße betrifft. Die neuen Verkehrszeichen werden am 29. und 30. Oktober 2023 aufgestellt und die Regelung tritt in Kraft, sobald die Schilder montiert sind. Diese Temporeduzierung ist Teil des städtischen Lärmaktionsplans und wurde von Anwohnern und dem Stadtteilausschuss gefordert.
Der Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht hat die Wichtigkeit solcher Maßnahmen für Lärmschutz und Verkehrssicherheit unterstrichen. In Ludwigsburg plant man zusätzlich, bis Ende des Jahres eine kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage zu installieren. Solche Schritte zeigen, dass die Sicherheit auf den Straßen ein wichtiges Anliegen ist, das über die Grenzen hinweg Beachtung findet.
Die Situation auf der Lavamünder Straße bleibt angespannt, während die Forderungen nach mehr Sicherheit und besseren Verkehrsbedingungen weiter lauten. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Anliegen der Bürger ernst nehmen und bald geeignete Maßnahmen ergreifen.