In der malerischen Region Völkermarkt tut sich einiges. Die Kärntner Landesregierung hat sich dazu entschlossen, in den Schutz vor Naturgefahren zu investieren. Eine kluge Entscheidung, wie viele Anwohner:innen wohl denken werden, denn der Schutz vor Muren, Hochwasser, Lawinen und Steinschlägen ist nicht nur für die Siedlungsräume, sondern auch für die Verkehrsverbindungen und die Bevölkerung von essenzieller Bedeutung. Dies wird besonders in den Projekten in Globasnitz und der Ebriacher Klamm deutlich, wo nun zusätzliche Mittel fließen.

In Globasnitz wird ein Schutzprojekt am Feuersbergerbach-Luschnikgraben ins Leben gerufen. Die Investition von 268.000 Euro ist eine direkte Reaktion auf die verheerenden Bergrutsche nach den Starkniederschlägen im August 2023. Damals wurden rund 115.000 Kubikmeter Erd- und Gesteinsmaterial in den Luschnikgraben geschwemmt. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass grobes Material künftig zurückgehalten wird und die Bevölkerung in Globasnitz geschützt ist. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,34 Millionen Euro. Der Bund steuert 830.800 Euro bei, während auch der Schutzwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld mit 201.000 Euro zur Finanzierung beiträgt. Der größte Landesanteil von 268.000 Euro kommt von LRin Marika Lagger-Pöllinger und die Umsetzung ist für den Zeitraum von 2026 bis 2028 geplant. Wenn man bedenkt, wie oft Naturkatastrophen in den letzten Jahren die Region heimgesucht haben, ist das eine längst überfällige Maßnahme. (Quelle)

Investitionen in die Ebriacher Klamm

Auch in der Ebriacher Klamm, in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach, gibt es bedeutende Neuerungen. Hier wurde eine Kostenerhöhung für ein Schutzprojekt beschlossen, das die L131 Trögerner Landesstraße vor Lawinen, Schneerutschen und Steinschlägen absichert. Ursprünglich mit 1,09 Millionen Euro veranschlagt, steigt das Projektvolumen nun auf insgesamt 1,71 Millionen Euro. Ein weiterer Anstieg von 620.000 Euro ist also nicht gerade unerheblich. Diese Straße ist eine wichtige Lebensader für die Region und musste in den letzten Jahren immer wieder im Winter wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Eine Priorität wird in den kommenden Jahren der Errichtung von Steinschlagnetzen und Lawinenwerken eingeräumt. Man kann nur hoffen, dass die Arbeiten zügig voranschreiten, denn die Gefahren durch verbliebenes Käferholz, das umzustürzen droht, sind nicht zu unterschätzen.

Das Projekt ist nicht nur eine Reaktion auf akute Gefahren, sondern auch Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, das bereits 2019 mit verschiedenen Institutionen vereinbart wurde. Die Borkenkäfer-Problematik, die sich nach den Sturmereignissen von 2017 entwickelte, erforderte die Entfernung des befallenen Holzes und die technische Verbauung der lawinengefährdeten Grabenbereiche. Die gesamte Umsetzung der Schutzmaßnahmen soll bis 2031 realisiert werden, was mehr als genug Zeit für die angestrebten Aufforstungen, Pflegeeingriffe und weiteren Maßnahmen lässt. (Quelle)

Hochwasserrisikomanagement: Ein Blick auf die Zukunft

Die Maßnahmen in Globasnitz und der Ebriacher Klamm sind Teil eines umfassenderen Hochwasserrisikomanagements, das sich mit den Risiken von Hochwasser an oberirdischen Gewässern beschäftigt. Dieses Management umfasst mehrere Kernelemente, die in einem sechsjährigen Zyklus überprüft werden. Es geht darum, die Umsetzungen zu bewerten und sie an neue Erkenntnisse, etwa durch den Klimawandel, anzupassen. Die Überprüfung beinhaltet die Bewertung des Hochwasserrisikos und die Ausweisung von Risikogebieten. Dies geschieht nicht nur zur Sicherheit der Anwohner:innen, sondern auch zum Schutz der Umwelt und des wirtschaftlichen Lebens in der Region. Besonders in Zeiten, in denen Naturereignisse zunehmen, ist ein solches Management unerlässlich, um auf die Veränderungen reagieren zu können. (Quelle)

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