In Bleiburg/Pliberk wird derzeit ein wichtiges Projekt für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen realisiert. Im März 2026 fiel der Startschuss für den Bau des Primärversorgungszentrums der Diakonie de la Tour. Die Arbeiten verlaufen planmäßig, und es wird erwartet, dass der Außenbereich bis Ende Mai fertiggestellt sein wird. Die Sanierung der 500 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die sich in der ehemaligen „Kik“-Filiale am 10. Oktober-Platz 40 befinden, erfordert eine Investition von rund zwei Millionen Euro.

Der Estrich soll bis Oktober durchgetrocknet sein, bevor der Innenausbau beginnt. Die Eröffnung der Primärversorgungseinheit (PVE) ist für den Herbst 2026, voraussichtlich im Oktober, geplant. Das Kernteam des Zentrums wird aus zwei Allgemeinmedizinern, zwei Gesundheits- und Krankenpflegern sowie zwei Ordinationsassistenten bestehen, die von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr arbeiten werden. Zudem wird ein erweitertes Team aus Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, Diätologen und Sozialarbeitern die Patientenversorgung ergänzen.

Personalbedarf und attraktive Arbeitsbedingungen

Um die geplanten Dienstleistungen anbieten zu können, sucht die Diakonie de la Tour mindestens elf neue Mitarbeiter. Dabei sind auch Teilzeitkräfte willkommen. Besonders ausgeschrieben sind Stellen für Ordinationsassistenten und Allgemeinmediziner, wobei die Rekrutierung aufgrund der Randlage des Standorts einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Umso wichtiger sind die attraktiven Rahmenbedingungen, die den neuen Mitarbeitern geboten werden: planbare Dienstzeiten, keine Wochenend- oder Nachtdienste und die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Arbeitsabläufe.

Die Gehälter sind ebenfalls ansprechend. Ein Facharzt für Allgemeinmedizin kann mit einer Vergütung von 7.453,35 Euro (Vollzeit, 40 Stunden) rechnen, während Allgemeinärzte 5.152,36 Euro erhalten. Die Entlohnung erfolgt unter Berücksichtigung von Vordienstzeiten nach dem K-Schema der Kabeg. Dies sind alles Faktoren, die die Arbeitsplätze im neuen Primärversorgungszentrum besonders attraktiv machen.

Herausforderungen der ländlichen Gesundheitsversorgung

Die Errichtung eines solchen Zentrums ist besonders wichtig, da die medizinische und pflegerische Versorgung in ländlichen Regionen oft als unzureichend wahrgenommen wird. Viele Menschen erwarten qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistungen, unabhängig von ihrem Wohnort. Doch in ländlichen Gebieten mangelt es häufig an Gesundheitsversorgungseinrichtungen, was zu langen Anfahrtswegen für Patienten führt. Diese Situation wird durch die geringere Bevölkerungsdichte und die begrenzte Verfügbarkeit spezialisierter Versorgungsangebote noch verschärft.

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Ältere Menschen in ländlichen Regionen haben zudem eine höhere Krankheitslast und benötigen mehr medizinische und pflegerische Versorgung. Innovative Konzepte, wie Kooperationen zwischen Haus- und Fachärzten sowie telemedizinische Angebote, sind notwendig, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Die Primärversorgungseinheit in Bleiburg/Pliberk könnte dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region beitragen.

Für weitere Informationen über die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen können Sie die ausführliche Analyse auf bpb.de nachlesen.