Am 26. April 2026 wird in Kühnsdorf ein ganz besonderes Ereignis gefeiert: Die feierliche Segnung des neu errichteten Kirchturms der Filialkirche St. Marxen. Nach rund zweieinhalb Jahren harter Arbeit und zahlreichen Herausforderungen, darunter ein verheerender Sturm im Juli 2023, ist das Bauprojekt nun erfolgreich abgeschlossen. Bischof Josef Marketz wird bei einem Festgottesdienst um 10 Uhr den neuen Kirchturm segnen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Firmlingen sowie der Sängerrunde „Kohldorfer Teichspatzen“ und anderen musikalischen Beiträgen.

Die Renovierungsarbeiten, die rund 400.000 Euro gekostet haben, wurden vollständig von der Versicherung abgedeckt. Die Bauabteilung der Diözese Gurk, unter der Leitung von Ruprecht Obernosterer, arbeitete dabei eng mit heimischen Unternehmen zusammen. Der neue Kirchturm hat eine Höhe von 13 Metern, was ihn zwar zehn Meter niedriger macht als das ursprüngliche Bauwerk, jedoch wurde das Turmdach mit traditionellen roten Tonziegeln eingedeckt. Auch das Dach der Sakristei, das mit Kupferblech versehen wurde, erhielt eine umfassende Renovierung. Den krönenden Abschluss bildet eine vergoldete Kirchturmspitze, die die 750 Jahre alte Filialkirche ziert.

Die Folgen des Sturms

Der Sturm am 17. Juli 2023 hinterließ schwere Schäden: Windböen von bis zu 100 km/h hatten die gesamte Turmdachkonstruktion abgerissen. Teile des Daches stürzten auf den Friedhof und beschädigten das Dach der Sakristei. Diese Ereignisse verdeutlichten die Notwendigkeit der Renovierung und die Bedeutung des Erhalts solcher historischen Gebäude, die nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Werte verkörpern.

Die Diözese Gurk investiert jährlich durchschnittlich 7,7 Millionen Euro in die Erhaltung von rund 1.000 Kirchen und 600 pfarrlichen Gebäuden. Dabei werden etwa 350 Restaurierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, von denen 95% der Gebäude denkmalgeschützt sind. Die Maßnahmen werden überwiegend von örtlichen und regionalen Handwerksbetrieben realisiert, was nicht nur zur Erhaltung des kulturellen Erbes beiträgt, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt.

Unterstützung für den Erhalt von Kirchen

Der Erhalt von Kirchengebäuden ist oft kostenintensiv, und die Bedeutung dieser Bauwerke für das kulturelle Erbe und die Landschaft ist unbestritten. Förderprogramme spielen eine entscheidende Rolle, um die finanziellen Belastungen für Gemeinden zu reduzieren. In Deutschland gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, die speziell für denkmalgeschützte Kirchen zur Verfügung stehen, darunter die Denkmalschutzförderung der Bundesländer, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und EU-Förderprogramme.

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Diese Programme bieten finanzielle Unterstützung für Restaurierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und helfen Gemeinden, die hohen Kosten zu decken. So können bis zu 50% der Kosten für die Restaurierung von Fassaden, Dächern und Innenräumen gefördert werden, wobei die Voraussetzungen oft einen detaillierten Antrag und den Nachweis der kulturellen Bedeutung erfordern. Auch steuerliche Vorteile können Gemeinden bei der Finanzierung von Sanierungsprojekten zugutekommen.

Die Segnung des neuen Kirchturms der Filialkirche St. Marxen wird somit nicht nur ein feierlicher Anlass für die Gemeinde sein, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts in der Bewahrung des kulturellen Erbes. Die Dorfgemeinschaft Kühnsdorf lädt im Anschluss an den Gottesdienst zur Agape ein, um gemeinsam zu feiern und den neuen Kirchturm in seiner ganzen Pracht zu würdigen. Weitere Informationen zu den Renovierungsarbeiten und den Fördermöglichkeiten finden Sie in der Quelle.